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Erfahre wie du das perfekte Anschreiben schreibst

Das Anschreiben der Bewerbung hat einen besonders hohen Stellenwert. Es wird häufig von Personalbeauftragten als die Visitenkarte des Bewerbers betitelt. Es soll dazu beitragen, sich als Kandidaten erster Wahl zu empfehlen.

Warum ist das Anschreiben so wichtig?

Suche nach Informationen und Tipps zum Thema Anschreiben

Das Bewerbungsschreiben gibt der Bewerbung die individuelle Note. Hier gilt es, die vorhandenen Qualifikationen möglichst geschickt darzustellen und herauszuarbeiten, warum man besonders gut zur angestrebten Position passt. Im Gegensatz zum Lebenslauf muss es also definitiv für jede Stelle neu gestaltet werden. Der Personalbeauftragte erhält einen ersten Eindruck, wie viel Zeit der Bewerber für den Weg zur Stelle investiert hat. Es fällt dem geschulten Personalbeauftragten sofort auf, wenn lediglich die Daten des Empfängers und die Betreffzeile geändert wurden.  Ein selbst verfasstes Dokument verleiht der Mappe hingegen eine individuelle Note.

Was macht ein gutes Bewerbungsanschreiben aus?

  • Auf die Form achten

    Zunächst muss die Form und optische Gestaltung perfekt sein. Andernfalls fällt es sofort in die sogenannte Negativauswahl und der Bewerber wird aussortiert. Hierzu zählen beispielsweise Knicke im ausgedruckten Dokument, Tippfehler oder fehlende Daten.

  • Nur eine Seite

    Die Gesamtlänge von einer DINA4-Seite darf nicht überschritten werden.

    Dies gilt auch bei einer Bewerbung per E-Mail oder einer Bewerbung über ein Onlineformular. Sofern das Anschreiben als Anhang beigefügt wird, soll das Anschreiben ebenfalls lediglich eine Seite lang sein. Sind Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse als ein Dokument zusammengefasst, darf das Bewerbungsschreiben nur die erste Seite füllen.

  • Maximal zwei Anhänge

    Eine Bewerbung per Mail sollte insgesamt lediglich 1-2 Anhänge haben. So kann man Anschreiben und Lebenslauf als ein Dokument anhängen und die Zeugnisse als zweites Dokument beifügen. Alternativ kann das Anschreiben auch in den Text der Mail gesetzt werden, sodass man die Gesamtzahl der Anhänge nicht überschreitet.

  • Passend zum Rest der Bewerbung

    Ein gutes Bewerbungsanschreiben sollte überdies optisch zu den restlichen Unterlagen passen. Die Schriftart und die Schriftgröße sollten also identisch sein mit der des Lebenslaufs und ggf. einer Dritten Seite. Wird also im Lebenslauf eine Kopfzeile verwendet, sollte diese im Anschreiben wiederzufinden sein.

  • Spannend und individuell

    Selbstverständlich muss das optisch ansprechende Dokument auch inhaltlich interessant sein. Der geschulte Personalbeauftragte erkennt eine abgeschriebene Vorlage, in der lediglich die Qualifikationen abgeändert wurden. Spannend ist hingegen ein individuell gestalteter Text, der mit Beispielen glaubhaft untermauert ist.

Was sagt das Anschreiben über den Bewerber aus?

Das Bewerbungsschreiben zeigt zunächst, wie sehr sich ein Kandidat mit der Firma auseinandergesetzt hat, da in der Einleitung idealerweise ein Bezug zum Unternehmen hergestellt werden sollte. Im Hauptteil ist ersichtlich, ob es der Bewerber schafft wesentliche, für die Position relevante, Punkte herauszuarbeiten.

Nicht außer Acht zu lassen ist der Sprachstil. Es sollte hier neben der Ausdrucksweise darauf geachtet werden keine zu langen Sätze zu verwenden. Schachtelsätze deuten darauf hin, dass sich eine Person nicht auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Welchen Stellenwert hat das Anschreiben bei der Bewerberauswahl?

Das Bewerbungsschreiben ist neben dem Lebenslauf das wichtigste Dokument in der Bewerbung. Ungefähr 50 Prozent der Personalchefs lesen dieses Dokument als Erstes, also noch vor dem Lebenslauf. Doch auch die anderen 50 Prozent, die sich zunächst dem Lebenslauf widmen, legen bei geeigneten Bewerbern großen Wert auf das Anschreiben. Hier wird lediglich vorab mithilfe des Lebenslaufs überprüft, ob die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Berufsabschluss oder das Alter, stimmen. Ob sich ein Bewerber jedoch überzeugend präsentiert, wird anhand des Anschreibens der Bewerbung überprüft.

Es ist auch das erste Dokument in einer Mappe und sticht somit sofort ins Auge. Bei einer Bewerbung per Mail kann der Text sogar direkt in der Mail stehen, während der Lebenslauf stets als Anhang beigefügt werden muss.

Bei dem Stellenwert des Anschreibens ist zu beachten, dass lediglich interessante Texte bis zum Ende gelesen werden. Andernfalls kann es passieren, dass nur die ersten Zeilen angeschaut werden und die restlichen Unterlagen gar nicht begutachtet werden.

Was macht das Bewerbungsanschreiben interessant?

Im Bewerbungsschreiben soll der Kandidat seine Talente und Fertigkeiten geschickt darstellen. Hierbei gilt es, nicht nur den Lebenslauf in Prosaform nachzuerzählen. Vielmehr sollen zur Stelle passende Erfahrungen hervorgehoben werden. Interessant wird ein Anschreiben durch eingebaute Beispiele, die die beschriebenen Fähigkeiten belegen. Hierdurch und durch die Art des Ausdrucks wird es zu einem individuellen, spannenden Dokument.

Nicht zu empfehlen sind hingegen Unterstreichungen oder Ähnliches. Diese stechen eher negativ hervor.

Originelle Ideen müssen passend sein, damit sie das Interesse des Personalbeauftragten wecken. Andernfalls können ausgefallene Einfälle negativ auffallen. So kann beispielsweise bei einer Bewerbung bei der Deutschen Post eine auf gelben Papier gedruckte Bewerbung besonders interessant sein, bei anderen Firmen hingegen wäre farbiges Papier ein Aussortierungsgrund.

Wie zwingend ist die Unterschrift in Anschreiben und Lebenslauf?

Der Stellenwert der Unterschrift hat sich im Lauf der Zeit verändert. Früher wurden Bewerbungen, bei denen nicht sowohl Anschreiben, als auch Lebenslauf unterschrieben waren, sofort aussortiert.

Heute wird dies nicht mehr so streng gehandhabt. Lediglich bei einer postalischen Bewerbung ist die Unterschrift unter dem Anschreiben Pflicht. Der Lebenslauf kann, muss aber keinesfalls unterschrieben werden. Die Unterschrift auf dem Anschreiben der Bewerbung gilt dann quasi für die gesamten Unterlagen. Mit der Unterschrift bestätigt man, dass man der Urheber der Dokumente ist und das alles korrekt ist.

Ohne Unterschrift verlieren die Unterlagen allerdings nicht ihren Wert. Auch wertet sie nicht das Gesamtprodukt auf. Es kann allerdings tatsächlich passieren, dass ein konservativer Personalbeauftragter auf dieses Detail achtet. Auch verleiht eine Unterschrift der Bewerbung eine persönliche Note. Der Personalbeauftragte erhält so einen Eindruck des Schriftbilds des Kandidaten. Sie können, sofern Sie eine schöne Schrift haben, einen zusätzlichen Pluspunkt sammeln.

Bei einer Bewerbung per E-Mail oder über ein Onlineformular wird häufig ganz auf eine Unterschrift verzichtet. Eine eingescannte Unterschrift ist gut, jedoch nicht verpflichtend wie bei einer postalischen Bewerbung.

Unterschrift vom Lebenslauf
Bildnachweis: Galina Peshkova / 123RF (ID: 65987427)