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Freiwillige Angaben im Lebenslauf

Bewerberin ist entspannt nachdem sie weiß, was im Lebenslauf wichtig ist

Es ist offensichtlich, dass bei den Angaben im Lebenslauf nicht geschummelt werden darf. Mithin sollte inhaltlich nichts niedergelegt werden, was mit der Realität nicht übereinstimmt. Am häufigsten schummeln Bewerber im Hinblick auf ihre Kenntnisse und Fähigkeiten oder sie beschönigen ihre bisherige Verantwortlichkeit. Darüber hinaus werden auch Falschangaben zum akademischen Grad oder zu besuchten Schulen gemacht. Derartige Fehlinformationen können nicht nur einen fristlosen Kündigungsgrund für das Arbeitsverhältnis darstellen. Möglicherweise wird sich der Täuschende auch strafrechtlich verantworten müssen. Damit stellt sich allerdings die Frage, welche Informationen überhaupt im Lebenslauf genannt werden müssen. Soweit nichts anderes in der Stellenannonce zum Ausdruck kommt, sollte der Aufbau des Lebenslaufs tabellarisch sein.

Auf der ersten Seite sind die Kontaktdaten zu nennen. Dazu zählen auch die persönlichen Daten, wie zum Beispiel der Geburtstag oder der Geburtsort. Angaben zu den Eltern oder zur eigenen Religion müssen nicht zwangsläufig gemacht werden. Allerdings kann der ausgeübte Beruf eines Elternteils wichtig für die Bewerbung sein, wenn die ausgeschriebene Position in einer ähnlichen Branche gelagert ist. Personalverantwortliche könnten nämlich darauf schließen, dass der Bewerber eine berufliche Tradition innerhalb der Familie fortführen möchte. Dasselbe gilt auch für die Erwähnung der religiösen Zugehörigkeit. Die Bewerbung in einem katholischen Kindergarten sollte zum Beispiel unbedingt Angaben zur Religion enthalten. Der Lebenslauf muss nicht zwingend Angaben zum Familienstand enthalten. Die ausdrückliche Erwähnung kann allerdings vorteilhaft sein. Gibt beispielsweise eine Bewerberin an, dass sie ledig ist, erscheint eine zeitnahe Schwangerschaft vergleichsweise unwahrscheinlich. Dasselbe gilt für eine ältere Bewerberin, die bereits zwei Kinder hat.

Angabe der Grundschule

Weiterhin sollte bei der Darstellung des Bildungswegs eine Auflistung sämtlicher Schulen, die der Bewerber in seinem Leben besucht hat, nicht erfolgen. In der Regel wird der Arbeitgeber lediglich ein Interesse am letzten Schulabschluss haben. Unwichtig ist grundsätzlich, welche Grundschule der potentielle Arbeitnehmer vor vielen Jahren besucht hat.

Da jeder Grundsatz allerdings auch Ausnahmen kennt, gilt dies auch für die Nennung der besuchten Schulen. Ist der Bewerber exemplarisch im Ausland aufgewachsen, kann er damit unter Umständen die geforderte Auslandserfahrung, interkulturelle Kompetenz, Sprachkenntnisse sowie Internationalität kurz und prägnant darstellen. Gerade bei international tätigen Arbeitgebern sind erweiterte Sprachkenntnisse immer ein Vorteil.

Außerdem kann die detaillierte Darstellung des Bildungswegs bei fehlender beruflicher Erfahrung beim Berufseinstieg von Bedeutung sein. Im Besonderen bei der Bewerbung für ein Schülerpraktikum, ein Berufsvorbereitungspraktikum oder für einen Ausbildungsplatz.

Angabe von Freizeitaktivitäten

Zu den freiwilligen Angaben zählen auch Informationen über ehrenamtliche Tätigkeiten oder Hobbys. Vorteilhaft können sie allerdings dann sein, wenn die ausgeschriebene Stelle damit korrespondiert. Ist der Bewerber auf eine Position in einem Ministerium beispielhaft selbst politisch engagiert, sollte er sein Engagement keineswegs verschweigen. Wird er zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen, bieten solche Informationen häufig einen lockeren Einstieg in das Gespräch.

Bedenken Sie die Wirkung auf den Personaler

Die Religionszugehörigkeit, der Familienstand, Alter und Beruf von Eltern oder dem Lebensgefährten, Alter und Anzahl der eigenen Kinder, eventuelle Veröffentlichungen, Hobbys sowie ehrenamtliche Tätigkeiten sind keine Pflichtangaben, die zwingend in einem Lebenslauf enthalten sein müssen.

Bewerber sollten sich dennoch in die Lage der Personalverantwortlichen versetzen. Bilden diese Informationen einen inneren Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Position und könnten sie für den Kandidaten günstig sein, sollte er sie keineswegs verschweigen.

Bildnachweis: langstrup / 123RF (ID: 45163943)