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Aktives Gestalten vom eigenen Lebenslauf

Studentin plant ihre Karriere und arbeit aktiv an ihrem Lebenslauf

Neben Lücken im Lebenslauf interessiert den Personalbeauftragten besonders der sogenannte „rote Faden“. Dies bedeutet, dass eine gewisse Struktur eingehalten werden sollte. Ist klar ersichtlich, dass man ein gewisses Ziel verfolgt und stets auf dieses hingearbeitet hat, ist man beim Auswahlprozess für eine Stelle im Vorteil.

Wie kann man bereits während der Ausbildung zum roten Faden beitragen?

Hat man sein berufliches Ziel klar vor Augen, empfiehlt es sich während des Weges dorthin (also beispielsweise während des Studiums) passende Beschäftigungen auszuüben. So verdient man mit einem Aushilfsjob als Kellner(in) vielleicht mehr als bei einer Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität, jedoch kann es im Hinblick auf die spätere Karriere ein Nachteil sein. Personalbeauftragte sehen gerne Tätigkeiten, die zur zukünftigen Stelle passen. Bei einem Medizinstudium wäre beispielsweise eine Aushilfstätigkeit am Empfang einer Arztpraxis während der Studienzeit empfehlenswerter als ein Studentenjob im Callcenter. Auch Praktika im angestrebten Berufsfeld sind eine gute Möglichkeit den roten Faden zu unterstreichen.

Dies ist auch vor Studienbeginn eine sinnvolle Variante um eventuell vorhandene Wartezeiten auf den Wunschstudienplatz zu überbrücken. Bei einigen Ausbildungsrichtungen bzw. -betrieben sind diese Praktika im Voraus sogar Pflicht. Doch gerade wenn kein Praktikum gefordert ist, kann man später den Personalbeauftragten damit beeindrucken. Wenn man also beispielsweise vor Aufnahme eines Betriebswirtschafts- oder Jurastudiums ein Praktikum in einer Personalabteilung macht, erhöht man später seine Chancen selbst als Personalbeauftragter tätig zu sein. So kann man nachweisen, dass man sich bereits frühzeitig mit seinem Wunschziel auseinandergesetzt hat und weiß, welche Möglichkeiten mit der entsprechenden Studienwahl bestehen.

Roter Faden trotz Unsicherheit beim Berufsziel

Wenn man noch nicht sicher weiß, welches Berufsziel man verfolgt, ist es ein wenig schwieriger aktiv einen roten Faden im Lebenslauf herzustellen, jedoch ist es nicht unmöglich. Es ist in diesem Fall empfehlenswert sich stets weiterzubilden. EDV-Kenntnisse sind in fast jedem Beruf gefragt. Daher dient eine private Weiterbildung beispielsweise in MS Office als gute Notfalllösung, die den roten Faden nicht zerstört.

Auch ein Auslandsaufenthalt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse stellt eine gute Möglichkeit dar, die Gesamtstruktur zu erhalten. Die meisten Firmen schätzen internationale Erfahrung und Sprachkenntnisse sind ebenfalls häufig gefragt. So kann auch ein Sprachkurs in Deutschland sinnvoll eingebracht werden, besonders wenn Zertifikate darüber vorliegen.

Selbst wenn das Berufsziel noch unklar ist, sind Praktika sinnvoll. Sie spiegeln die Arbeitsmotivation wieder, können gegebenenfalls als Orientierungspraktika dargestellt werden und können die erste Berufserfahrung sein.

Die wichtigsten Punkte des Lebenslaufs

Fragen zur Optimierung vom Lebenslauf

  1. Was, wenn in meinem Lebenslauf kein Roter faden erkennbar ist?

    Diese Frage muss individuell beantwortet werden. Ein „roter Faden“ ist mit Sicherheit wünschenswert – er kann jedoch nicht künstlich erschaffen werden. Prinzipiell ist davon auszugehen, dass es keinen „perfekten Lebenslauf“ gibt.

    Sie sollten darauf achten, Ihre Qualifikationen deutlich herauszustellen. Einen unsteten Lebenslauf sollten Sie in jedem Falle erklären können – ein Schulterzucken wird den Personaler nicht zufriedenstellen.

    Überdenken Sie Ihren beruflichen Werdegang, finden Sie die Gemeinsamkeiten Ihrer ehemaligen Jobs heraus und stellen Sie die Zusammenhänge der von Ihnen ausgeübten Tätigkeiten verständlich dar.

  2. Wie sieht der optimale Lebenslauf aus?

    Ein „optimaler Lebenslauf“ weist wenige Lücken auf und lässt einen recht gradlinigen Weg erkennen. Nur wenige Menschen können einen solchen Lebenslauf vorweisen. Selbstverständlich sollten Sie keine allzu großen Lücken entstehen lassen, oder ständig Ihre Arbeitsstelle wechseln. Dennoch ist ein abweichender Lebenslauf kein Ausschlusskriterium.

    Die Personaler setzen jedoch gerne auf Menschen, die nach der Schule ein Studium begonnen, dieses in der Regelstudienzeit abgeschlossen und anschließend eine passende Berufstätigkeit aufgenommen haben. Der „optimale Lebenslauf“ lässt somit Zielstrebigkeit und eine klare Struktur im Werdegang des Bewerbers erkennen.

  3. Wie kann ich meinen Lebenslauf optimieren / verbessern?

    Ein Lebenslauf lässt sich auf simple Art und Weise optimieren. Erwähnen Sie im Lebenslauf alle Erfahrungen, die Sie als wichtig für Ihre persönliche und berufliche Entwicklung einstufen. Hierunter fallen beispielsweise Praktika in angesehenen Betrieben, längere Auslandsaufenthalte und soziales Engagement.

    Es ist durchaus möglich, dass Sie aufgrund Ihres ausgeprägten sozialen Engagements ein oder zwei Semester länger studiert haben als ursprünglich geplant – dies kann im Bewerbungsgespräch durchaus positiv erscheinen. Führen Sie interessante Tätigkeiten also unbedingt im Lebenslauf auf und stellen Sie dar, welche Qualifikationen oder Kompetenzen Sie durch diese erlangt haben.

Bildnachweis: langstrup / 123RF (ID: 45163972)