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Stärken und Schwächen in den Lebenslauf schreiben?

Bewerberin weiß wie sie ihre Schwächen im Lebenslauf präsentiert

Im Vorstellungsgespräch wird die Frage nach den Stärken und Schwächen in der Regel gestellt. Gerade bei den Schwächen sollten die Bewerber eine Antwort nennen können, die nicht standardmäßig genutzt wird. Es stellt sich folglich die Frage, ob die Stärken und Schwächen bereits im Lebenslauf genannt werden sollten, um den Personaler bereits zu diesem Zeitpunkt darauf hinzuweisen.

Schwächen gehören nicht in den Lebenslauf

Da der Lebenslauf den individuellen beruflichen Werdegang darstellen soll, wobei einzelne Fakten durch Erklärungen ergänzt werden dürfen, sollten Schwächen weggelassen werden. Jedem Personalverantwortlichen ist es von vornherein bewusst, dass der Bewerber auch Schwächen hat. Diese können allerdings idealerweise im Vorstellungsgespräch erörtert werden, um vor allem auch Missverständnissen vorzubeugen.

Es besteht daher keine Pflicht, im Lebenslauf Ausführungen zu den individuellen Schwächen zu machen. Davon unberührt bleibt selbstverständlich die Verpflichtung, die Biografie ehrlich und vollständig darzustellen. Teilweise wird der potentielle Arbeitgeber Schwächen ohnehin erkennen. Hat der Bewerber beispielsweise nach seinem Abitur einige Zeit bis zur Aufnahme eines Hochschulstudiums verstreichen lassen, wird der Personalverantwortliche zunächst davon ausgehen, dass er den Numerus Clausus nicht erreichen konnte. Schlechte Noten sind allerdings oftmals kein Genickbruch.

Dasselbe gilt für einen Wechsel des Studienplatzes oder ein Praktikum, das in einer anderen Branche absolviert worden ist. Wichtig ist, dass der Kandidat derartige Auffälligkeiten erklären kann. Dies wird ihm schon aufgrund des vorgegebenen Umfangs (empfohlene Länge von maximal zwei Seiten) in einem Lebenslauf kaum gelingen.

Implizite Nennung von Stärken

Anders verhält es sich hingegen bei der Nennung von Stärken. Es ist allerdings davon abzuraten, diese explizit und womöglich noch durch Fettschreibung besonders hervorzuheben. Die Mitarbeiter in der Personalabteilung könnten dies als Arroganz und Selbstüberschätzung werten, unabhängig davon, ob die angegebenen Stärken tatsächlich derart ausgeprägt sind. Bewerber müssen sich dennoch nicht in Bescheidenheit üben, wenn es um die tabellarische Darstellung ihrer Person geht. Sie können ihre Stärken anstelle einer bloßen Aufzählung im Lebenslauf implizit nennen.

Idealerweise geschieht das durch die Erwähnung von vergangenen Tätigkeiten sowie Aktivitäten. Wer sich beispielsweise auf eine Position als Abteilungsleiter bewirbt und Erfahrungen in der Personalführung gesammelt hat, sollte seine Führungsqualitäten nicht explizit als Stärke präsentieren. Derartige Erfahrungen sind Bestandteil der Erklärungen zu Fakten, die mit Spiegelstrichen in den Lebenslauf eingefügt werden. Hierbei kann dann erwähnt werden, dass der Bewerber die Personalführung über X Mitarbeiter ausgeübt hat. Auf diese Weise werden die positiven Eigenschaften des Bewerbers deutlich gemacht, ohne dass der mögliche Arbeitgeber auf eine Überheblichkeit schließen könnte.

Die Bewerbung ist die Eintrittskarte zum Vorstellungsgespräch

Letztendlich werden die positiven sowie negativen Eigenschaften des Kandidaten abschließend im Bewerbungsgespräch erläutert. Der Lebenslauf soll gerade die Eintrittskarte für eben dieses Gespräch darstellen.

Bildnachweis: langstrup / 123RF (ID: 45163941)