Navigation
Lebenslauf.de
Deinen eigenen
Lebenslauf erstellen
Jetzt starten »
100% kostenlos21 Templatesfrei konfigurieren

Lebenslauf gestalten: Tipps für das richtige Layout

Beispiel von Lebenslauf mit klarem Layout

Eine Bewerbung muss auf den ersten Blick überzeugen. Da wir selbst nicht anwesend sind, müssen die Unterlagen für sich sprechen und demnach einen guten Eindruck hinterlassen. Mit etwas Hintergrundwissen zu grafischen und gestalterischen Grundlagen gelingt es, die vielen notwendigen Informationen im Lebenslauf interessant und übersichtlich zusammenzustellen.

Das Layout als grundlegende Struktur

Als ersten Schritt sollte sich jeder überlegen, welche Informationen überhaupt in den Lebenslauf mit eingebracht werden sollen. Dafür müssen zunächst die wichtigsten Daten zusammengetragen werden. Dann zeigt sich schnell, wie umfangreich das Dokument werden wird, wo noch zusätzliche Hinweise untergebracht werden können oder wo gekürzt werden muss. Die Pflichtangaben sind dabei zunächst eine wichtige Orientierungshilfe.

Am weitesten verbreitet ist ein zweispaltiges Layout, bei dem die chronologischen Daten auf der einen Seite stehen und direkt daneben die dazu passenden Stationen des Werdegangs aufgelistet werden. Auf diese Weise lässt sich schnell ein Überblick verschaffen. Wichtige Etappen wie etwa der relevanteste Abschluss oder eine besondere Auszeichnung können durch eine spezielle Formatierung zusätzlich hervorgehoben werden.

Wenn bei den einzelnen Punkten der bisherigen Karriere noch weitere Informationen untergebracht werden sollen, etwa Angaben zu den jeweiligen Aufgabenfeldern, muss noch etwas mehr Platz einkalkuliert werden. Die verschiedenen Arten an Informationen (Jahreszahlen, Angaben zu Ausbildungseinrichtungen oder Unternehmen, Tätigkeiten und Kompetenzen) können dabei unterschiedlich formatiert werden (fett, kursiv, …). Auf diese Weise entsteht eine zweite, intuitiv lesbare Struktur, die zum leichteren Auffinden relevanter Angaben beiträgt.

Der rote Faden

Für die visuelle Gestaltung gilt beim Lebenslauf dasselbe wie für den inhaltlichen Aufbau: Die gesamte Bewerbung sollte einem roten Faden folgen. Dies bedeutet, dass auch formal ein einheitliches Konzept verfolgt wird. Dazu sollte eine Vielzahl an verschiedenen Gesichtspunkten berücksichtigt werden:

  • Einheitliches Schriftbild: Hierzu gehört nicht nur, dass in den einzelnen Dokumenten dieselbe Schriftart eingesetzt wird, sondern auch, dass immer wieder dieselben Formatierungen auftauchen. Wer einen Font verwendet, der in mehreren verschiedenen Schnitten vorliegt (fett, kursiv, schmal, breit, mit Konturlinie, …) hat einen größeren Gestaltungsspielraum und es wirkt dennoch alles wie aus einem Guss.

  • Gestaltung mit Farben: Farben können dabei helfen, wichtige Informationen hervorzuheben und den Lebenslauf visuell zu strukturieren. Allerdings sollte es nicht zu bunt werden. Sinnvoll sind ein, maximal zwei Farbtöne zusätzlich zur Schriftfarbe. Wer hier etwa die Farben des jeweiligen Unternehmens wählt, zeigt, dass er sich intensiv mit der Firma auseinandergesetzt hat.

  • Einsatz von Grafikelementen: Grafische Elemente wie Aufzählungspunkte oder Linien zur Strukturierung des Inhalts sollten ebenfalls einheitlich verwendet werden. Die selben Randabstände, Trennlinien auf derselben Höhe – dies sorgt ebenfalls für einen sauberen Gesamteindruck.

  • Abstände und Aufteilung: Nicht nur die Abstände zum Seitenrand, auch Zeilenabstände und die Positionierung verschiedener Elemente sollten klaren Regeln folgen und untereinander stimmig sein.

Bewerbung nach DIN 5008

In manchen Branchen wird besonders viel Wert auf die Normen der DIN 5008 bei der Gestaltung des Textes und beim Layout der Dokumente gelegt. Vor allem im juristischen Bereich, bei der (öffentlichen) Verwaltung, im Finanzwesen oder im Sekretariat macht es Sinn sich mit den speziellen Regeln auseinanderzusetzen.

Die Richtlinien wurden eingeführt, um geschäftliche Dokumente einheitlicher zu gestalten und so allgemein für ein wirtschaftlicheres Arbeiten zu sorgen. So sind etwa offizielle Abkürzungen für übliche Floskeln definiert worden. Auch genaue Angaben zur Position des Adressfeldes in einem Brief zählen zu den Regularien der DIN. Auf diese Weise können einheitliche Umschläge eingesetzt werden.

Viele der Normen sind uns heute in Fleisch und Blut übergegangen und wir bemerken sie höchstens, wenn ein Dokument formal davon abweicht. Um es den Personalern einfach zu machen, ist es also sinnvoll, sich an einige Regeln zu halten.

Bei einer Bewerbung und dem Lebenslauf im Besonderen sind hier ebenfalls bestimmte Standards zu Seitenabständen oder Schriftgrößen relevant. Als Hilfestellung haben wir eine Layoutvorlage mit den wichtigsten Punkten zur DIN 5008 erstellt.

Wichtige Punkte für eine gute Lesbarkeit

Wer denkt, dass der gestalterische Spielraum bei einem Lebenslauf ohnehin begrenzt ist, hat nur bedingt recht. In jedem Fall ist es ratsam auf übliche Strukturen zu setzen, denn wenn sich die Personaler zuerst mit einem außergewöhnlichen Aufbau auseinandersetzen müssen, kann dies eher ein Nachteil sein. Lesbarkeit sollte deshalb immer höher gewichtet werden als eine ausgefallene, kreative Idee.

Dennoch muss sich beides nicht zwangsläufig ausschließen. Es sind vor allem die Details, die einen kleinen aber feinen Unterschied machen können.

  • Genügend Abstand lassen: Im Lebenslauf müssen sehr viele Informationen auf engstem Raum untergebrach werden. Grundsätzlich sollte das Dokument nicht sehr viel umfangreicher als zwei DIN-A4 Seiten werden. Werden die einzelnen Angaben dabei zu dicht aneinander geschrieben leidet meist die Lesbarkeit. Schnell kann es beim Überfliegen passieren, dass bei den Angaben zur Jahreszahl in die falsche Zeile gerutscht wird und es entstehen Missverständnisse.

    Mut zur Lücke oder besser gesagt zum sogenannten „Weißraum“ lautet deshalb die Devise. Hier ist sinnvoller, mehr Luft einzuplanen und besser eine Seite mehr zu beanspruchen oder stattdessen weniger relevantes zu streichen.

  • Varianten bei der Textausrichtung: In geschäftlichen Dokumenten ist der linksbündige Flattersatz üblich. Dennoch kann beim Lebenslauf durchaus variiert werden. Ein Blocksatz ist allerdings weniger zu empfehlen, denn gerade in kürzeren Spalten werden die Wörter beim Anpassen auf die Zeilenlänge oft unästhetisch auseinandergezogen oder es entstehen größere Lücken dazwischen.

    Sinnvoll kann es beispielsweise sein, die Angaben der Jahreszahlen und Daten in der Spalte rechtsbündig zu setzen. Die dazugehörigen Informationen in der Spalte rechts daneben hingegen linksbündig. So entsteht nur ein kleiner Abstand zwischen den aufgezählten Punkten und es ist einfacher erkennbar, was zusammengehört.

  • Passende Schriftgrößen: Für eine klare Struktur sind in der Regel nicht mehr als zwei oder drei verschiedene Größen notwendig. Alles andere wirkt schnell unübersichtlich. Überschriften können etwas größer als der Fließtext mit den weiteren Informationen formatiert werden. Sind einzelne Angaben fett markiert, wirken sie auch in derselben Punktgröße etwas voluminöser. Zum Hervorheben muss deshalb nicht unbedingt eine weitere Schriftgröße gewählt werden.

Alternativen zum tabellarischen Lebenslauf

Hierzulande ist der zweispaltige, tabellarische Lebenslauf üblich. Nach dem Foto und den allgemeinen Angaben stehen die wichtigsten Informationen und jüngsten Karriereschritte ganz oben. Weitere Punkte schließen in absteigender Reihenfolge an bis hin zur schulischen Ausbildung.

Eine mögliche Variante ist eine chronologische Aufzählung der bisherigen Karrierestationen oder auch sortiert nach den jeweiligen Fähigkeiten. Dabei werden die einzelnen Punkte in einer einzigen Spalte sinnvoll untereinander aufgezählt.

Zwischenüberschriften strukturieren das Ganze und geben wichtige Anhaltspunkte – sowohl inhaltlich als auch visuell. Zu den einzelnen Stationen werden stichpunktartig die wichtigsten Eckdaten, relevante Tätigkeitsfelder oder besondere Fähigkeiten, die damit in Zusammenhang stehen, notiert. Ein solcher Aufbau bietet zwei Vorteile:

  • Es können leichter zusätzliche Informationen untergebracht werden. So lassen sich besondere Qualifikationen, die auch für die Stellenausschreibung relevant sind besser hervorheben.

  • Wer Lücken in seinem Lebenslauf hat, kann sie bei dieser Variante besser verstecken. Der Fokus liegt hier weniger auf dem chronologischen Ablauf der Karriere, sondern auf den individuellen Fähigkeiten und Stärken eines Bewerbers.

Profitipps zum Abschluss

Heutzutage bieten die gängigen Textverarbeitungsprogramme ausreichend Möglichkeiten, auch ohne ein Designstudium einen Lebenslauf mit einem ansprechenden Layout zu gestalten. Diese abschließenden Tipps können dabei helfen, das Beste dabei herauszuholen:

  • Varianten ausprobieren: Sind in einem Dokument die wichtigsten Informationen zusammengetragen, können verschiedene Layout-Varianten erstellt werden. Erst beim Ausprobieren wird oft klar, welcher strukturelle Aufbau individuell am geeignetsten ist.

  • Drucken und vergleichen: Auch Profis drucken sich ihre erstellten Dokumente aus um sie in der analogen Form zu beurteilen. So lassen sich verschiedene Varianten besser miteinander vergleichen. Zudem wirkt auf dem gedruckten Papier vieles noch einmal anders, als am Bildschirm. Vor allem bei den Schriftgrößen können so Fehler vermieden werden.

  • Korrekturlesen: Dieser Schritt sollte niemals vernachlässigt werden. Neben einem selbst sollte die Bewerbung am besten noch von einer weiteren Person gelesen und auf mögliche Fehler überprüft werden. Vier Augen sehen einfach mehr als zwei. Auch hier eignet sich die gedruckte Variante am besten. Dann können etwa gleich Anmerkungen notiert oder Fehler angestrichen werden.

Bildnachweis: thbangkok / fotolia.com (ID #127700691)