2019 | Lesezeit: 6 Minuten

Lebenslauf optimieren

Wer schon früh weiß, wo er später arbeiten möchte, sollte dies bei der Auswahl von Praktika, Nebenjobs und sozialen Aktivitäten berücksichtigen. Das schafft einen von Personalern gern gesehenen roten Faden im Lebenslauf.

Aktive Gestaltung

Neben Lücken im Lebenslauf interessiert sich der Personaler besonders für den sogenannten „rote Faden“. Dies bedeutet, dass eine möglichst stringente Handlungslinie erkennbar sein sollte. Ist deshalb ersichtlich, dass man über einen längeren Zeitraum ein gewisses Ziel verfolgte und stets auf diese hinarbeitete, ist man beim Auswahlprozess für eine Stelle im Vorteil.

Wie kann man bereits während der Ausbildung am roten Faden arbeiten?

Hat man sein berufliches Ziel klar vor Augen, empfiehlt es sich, auf dem Weg dorthin (also beispielsweise während des Studiums) dazu passende Beschäftigungen auszuüben. So verdient man mit einem Aushilfsjob als Kellner(in) vielleicht mehr als bei einer Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität. Jedoch kann es im Hinblick auf die spätere Karriere ein Nachteil sein. Denn Personalbeauftragte sehen gerne Tätigkeiten, die zur zukünftigen Stelle passen und die dort benötigten Fähigkeiten schon im Voraus schärfen. Bei einem Medizinstudium wäre beispielsweise eine Aushilfstätigkeit am Empfang einer Arztpraxis während der Studienzeit empfehlenswerter als ein Studentenjob im Callcenter. Auch Praktika im angestrebten Berufsfeld sind eine gute Möglichkeit, den roten Faden zu hervorzuheben.

Dies ist auch vor Studienbeginn eine sinnvolle Variante um eventuell vorhandene Wartezeiten auf den Wunschstudienplatz zu überbrücken. Bei einigen Ausbildungsrichtungen bzw. -betrieben sind diese Praktika im Voraus sogar Pflicht. Doch gerade wenn kein Praktikum gefordert ist, kann man später den Personalbeauftragten damit beeindrucken. Wenn man also beispielsweise vor Aufnahme eines Betriebswirtschafts- oder Jurastudiums ein Praktikum in einer Personalabteilung macht, erhöht man später seine Chancen selbst als Personalbeauftragter tätig zu sein. So kann man nachweisen, dass man sich bereits frühzeitig mit seinem Wunschziel auseinandergesetzt hat und weiß, welche Möglichkeiten mit der entsprechenden Studienwahl bestehen.

Roter Faden trotz Unentschlossenheit beim Berufsziel

Wenn man noch nicht sicher weiß, welches Berufsziel man verfolgt, ist es ein wenig schwieriger, aktiv einen roten Faden im Lebenslauf herzustellen. Es ist jedoch nicht unmöglich. In diesem Fall ist es generell empfehlenswert, sich stets weiterzubilden. Computer- oder IT-Kenntnisse sind beispielsweise in fast jedem Beruf gefragt. Daher dient eine private Weiterbildung beispielsweise in MS Office als gute Notfalllösung, die den roten Faden nicht zerstört.

Auch ein Auslandsaufenthalt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse stellt eine gute Möglichkeit dar, die Gesamtstruktur zu erhalten. Die meisten Firmen schätzen internationale Erfahrung und Sprachkenntnisse sind ebenfalls gern gesehen. So kann auch ein Sprachkurs in Deutschland sinnvoll eingebracht werden, besonders wenn Zertifikate über den erfolgreichen Abschluss vorliegen.

Selbst wenn das Berufsziel noch unklar ist, sind Praktika sinnvoll. Sie spiegeln die Arbeitsmotivation wider, können gegebenenfalls als Orientierungspraktika dargestellt werden und können die erste Berufserfahrung bilden.

Die wichtigsten Punkte des Lebenslaufs

Fragen zur Optimierung des Lebenslaufs

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