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Die Suche nach einer neuen Stelle ist eine besondere Herausforderung. Wie erstelle ich einen Lebenslauf? Welche Anhänge sende ich ein? Wie präsentiere ich mich im Vorstellungsgespräch? Diese und weitere Fragen gilt es zu beantworten.

Hier kommen wir ins Spiel: Unser Ratgeber liefert dir jede Menge Tipps und Tricks, damit deine Bewerbung ein voller Erfolg wird.

2019 | Lesezeit: 8 Minuten

Hobbys im Lebenslauf angeben: Womit du punkten kannst

Für viele sind sie nur eine Randnotiz, doch Hobbys im Lebenslauf können mehr aussagen, als man zunächst denkt. Wir verraten wir, wie du sie zu deinem Vorteil nutzen kannst.

Für Unternehmen, die neue Mitarbeiter suchen, spielt nicht nur deren fachliche Qualifikation eine Rolle. Auch die Persönlichkeit des Bewerbers fließt in die Entscheidung über die Besetzung einer Position mit ein. Um deine Charakteristika deutlicher zu machen, bietet es sich an, Hobbys im Lebenslauf zu nennen. Die Aussagekraft dieser vermeintlich unwichtigen Angaben ist oft höher, als man meinen könnte.

In diesem Artikel erfährst du, warum Hobbys in einer Bewerbung wichtig sind, wie Personaler deine privaten Interessen interpretieren und wie du abwägst, welche Hobbys du nennen solltest.

Sind Hobbys und private Interessen überhaupt wichtig?

Der Lebenslauf folgt einem typischen Aufbau. Er gliedert sich in verschiedene Rubriken. Die wichtigsten sind jene, die sich mit der bisherigen Berufserfahrung und dem Bildungsweg befassen. Auch weitere Kenntnisse und Qualifikationen stellen eine eigene Kategorie dar. Schließlich gibt es noch die Hobbys und privaten Interessen – der letzte inhaltliche Aspekt des Lebenslaufs vor der Unterschrift.

Viele Bewerber machen sich bei der Auswahl der genannten Hobbys kaum Gedanken. Sie geben an, was ihnen als Erstes in den Sinn kommt – ohne zu überlegen, welche Wirkung sie damit erzielen. Aus Sicht von HR-Managern spielen Hobbys durchaus eine Rolle. Natürlich entscheiden sie nicht alleine darüber, ob du den Job erhältst oder nicht. Aber sie gehören zu den Nuancen, die einen Unterschied machen können.

Es ist kein Muss, deine Hobbys und Interessen im Lebenslauf zu nennen. Du hast dabei auf der anderen Seite jedoch meist wenig zu verlieren. Du kannst deiner Bewerbung damit eine noch persönlichere Note verleihen. Deshalb ist es sinnvoll, Angaben zu deinen privaten Interessen im Lebenslauf zu machen.

Welche Schlüsse ziehen Personaler aus deinen Hobbys?

Natürlich kannst du in der Rubrik Hobbys im Lebenslauf angeben, dass du gern ins Kino gehst, Musik hörst und Freunde triffst. Das mag der Wahrheit entsprechen, doch besonders aussagekräftig ist es aus Sicht eines Personalverantwortlichen nicht. Das hängt vor allem damit zusammen, dass diese typischen Hobbys keine Seltenheit sind. Anders ausgedrückt: Aus der Masse der Bewerber stichst du damit nicht hervor.

Besonders ungewöhnliche Hobbys können aus Sicht von Personalern eine hohe Aussagekraft haben. Für dich mag es nur ein Hobby sein, aber jedes Hobby erfordert bestimmte Fähigkeiten und charakterliche Merkmale, um es zufriedenstellend auszuüben. Wenn du in einer Handball-Mannschaft spielst, musst du in der Lage sein, gut mit deinen Mitspielern zusammenzuarbeiten.

Auch eine gute Kommunikationsfähigkeit ist eine Voraussetzung für den Erfolg bei einer solchen Team-Sportart. Genau diese Rückschlüsse ziehen Personaler aus der Angabe dieses Hobbys im Lebenslauf. Außerdem könnte man dir Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und Motivation unterstellen – alles positive Eigenschaften eines künftigen Mitarbeiters.

Hobbys als Belege für Soft Skills

Wer angibt, er spiele gern Schach, deutet damit an, dass er über sehr gute analytische Fähigkeiten verfügt. Er wird tendenziell als logisch und planvoll vorgehender Mensch wahrgenommen, der die nötige Geduld und Beharrlichkeit aufbringt, um das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden – oder um seine Ziele im Job zu erreichen.

Bist du ehrenamtlich tätig und kümmerst dich in diesem Rahmen um ältere Menschen, indem du ihnen Gesellschaft leistest oder bei den Einkäufen hilfst? Das macht einen engagierten, sozialen Eindruck. Wer Bergsteigen als Hobby im Lebenslauf nennt, gilt leicht als abenteuerlustig, beharrlich und risikofreudig. Und wer gerne kocht, wirkt tendenziell kreativ, experimentierfreudig und gesellig, wenn das Essen anschließend mit Freunden oder der Familie eingenommen wird.

Aus fast jedem Hobby lassen sich solche Schlüsse ziehen. Somit können Hobbys als Belege für angegebene Soft Skills gelten. Deine Interessen können dich also für den Job qualifizieren – besonders dann, wenn die Hobbys unmittelbar mit deinem Beruf zu tun haben.

Wie du abwägst, welche Hobbys du nennen solltest

Hobbys spielen im Lebenslauf zwar keine tragende, aber dennoch eine größere Rolle als viele meinen. Wie entscheidest du nun, welche Interessen du in deiner Bewerbung nennen solltest und welche nicht?

In manchen Fällen können bestimmte Hobbys kontraproduktiv sein. Das gilt etwa bei Extremsportarten, mit denen eine hohe Verletzungsgefahr einhergeht – etwa Fallschirmspringen, Basejumping, Klippenspringen oder Motorradfahren. Der mögliche künftige Arbeitgeber könnte bei solchen Informationen befürchten, dass du verletzungsbedingt häufig ausfällst.

Gut geeignet ist prinzipiell ein Hobby, das etwas mit dem Beruf zu tun hat oder unmittelbar qualifizierend wirkt. Sagen wir, du hast im Job viel mit Zahlen und Codes zu tun. Wenn du privat gerne Sudoku und andere Zahlenrätsel löst, unterstreichst du damit dein natürliches Interesse an solchen Aufgaben und deine Motivation, auch knifflige Aufgaben zu lösen.

Deshalb lohnt es sich, wenn du dich bei der Auswahl der Hobbys für deinen Lebenslauf daran orientierst, was dir für den Job zuträglich sein könnte. Du solltest jedoch nichts erfinden oder ein Interesse künstlich aufbauschen, das du eigentlich nur am Rande betreibst. Im Vorstellungsgespräch kann es dir passieren, dass deine Hobbys angesprochen werden. Dann fällt schnell auf, wenn du dich für die genannten Dinge gar nicht so sehr interessierst – vor allem, wenn du jemandem gegenübersitzt, der sich mit deinem angeblichen Hobby bestens auskennt.

Du solltest im Lebenslauf nur wenige ausgewählte Hobbys angeben. Zwei bis vier Hobbys sind eine gute Wahl.

Wie du Hobbys am besten im Lebenslauf erwähnst

Wenn du dich für einige ausgewählte Hobbys entschieden hast, die du im Lebenslauf nennen möchtest, geht es nun um die praktische Frage, wie du das am besten machst. Hobbys und Interessen werden wie alle anderen Angaben des Lebenslaufs stichpunktartig aufgeführt. Einen Fließtext sollst du natürlich nicht schreiben. Es lohnt sich aber, mehr als nur ein Wort pro Hobby zu verlieren. Besonders sinnvoll ist es, ein wenig in die Tiefe zu gehen.

Angenommen, dein Hobby ist Zeichnen. Dann kannst du angeben, was genau du zeichnest – etwa Comics. Auf diese Weise kann sich dein Ansprechpartner bei einem möglichen neuen Arbeitgeber mehr unter deiner Angabe vorstellen. Wenn du Fußball spielst, kannst du etwa deine Position angeben. Und statt „Reisen“ kannst du anführen, dass du besonders gern Urlaub am Mittelmeer machst. Für jedes genannte Hobby kannst du entweder eine eigene Zeile im Lebenslauf verwenden oder aber die Hobbys in einer Aufzählung durch Kommas getrennt nennen.

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