2019 | Lesezeit: 10 Minuten

Lebenslauf gestalten: Tipps für das richtige Layout

Wie sollte der Lebenslauf aussehen? Hier findest du Tipps zur richtigen Formatierung und Gestaltung deiner Bewerbung.

Lebenslauf gestalten

Eine Bewerbung muss auf den ersten Blick überzeugen. Deshalb müssen die Unterlagen für sich sprechen und einen guten Eindruck hinterlassen. Mit etwas grafischen und gestalterischen Know-how gelingt es, die vielen notwendigen Informationen im Lebenslauf interessant und übersichtlich zusammenzustellen.

Das Layout als grundlegende Struktur

Als erstes solltest du entscheiden, welche Informationen für deinen Lebenslauf wirklich wichtig sind. Dafür müssen zunächst alle Daten zusammengetragen werden. So zeigt sich schnell, wie umfangreich das Dokument werden wird, wo noch zusätzliche Hinweise untergebracht werden können oder wo gekürzt werden muss. Die Pflichtangaben sind dabei zunächst eine wichtige Orientierungshilfe.

Das zweispaltiges Layout ist besonders beliebt: Hier stehen die chronologischen Daten auf der einen Seite und direkt daneben die dazu passenden Stationen des Werdegangs. So sind alle Daten auf einen Blick zu erkennen. Wichtige Etappen, wie etwa der relevanteste Abschluss oder eine besondere Auszeichnung, können durch eine spezielle Formatierung zusätzlich hervorgehoben werden.

Wenn du bei den einzelnen Punkten deiner bisherigen Karriere noch weitere Informationen unterbringen möchtest, etwa Angaben zu den jeweiligen Aufgabenfeldern, musst du noch etwas mehr Platz einkalkulieren. Die verschiedenen Arten an Informationen (Jahreszahlen, Angaben zu Ausbildungseinrichtungen oder Unternehmen, Tätigkeiten und Kompetenzen) können dabei unterschiedlich formatiert werden (fett, kursiv, …). Auf diese Weise entsteht eine zweite, intuitiv lesbare Struktur, die zum leichteren Auffinden relevanter Angaben beiträgt.

Der rote Faden

Für die visuelle Gestaltung gilt beim Lebenslauf dasselbe wie für den inhaltlichen Aufbau: Die gesamte Bewerbung sollte einem roten Faden folgen. Dies bedeutet, dass auch formal ein einheitliches Konzept verfolgt wird. Dazu sollte eine Vielzahl an verschiedenen Gesichtspunkten berücksichtigt werden:

Bewerbung nach DIN 5008

Manche Branchen legen Wert darauf, eine Bewerbung nach DIN 5008 zu erhalten. Dies ist eine festgelegte Norm, die die genaue Formatierung eines Textes bestimmt. Vor allem im juristischen Bereich, bei der (öffentlichen) Verwaltung, im Finanzwesen oder im Sekretariat macht es Sinn, sich mit den speziellen Regeln auseinanderzusetzen.

Die Richtlinien wurden eingeführt, um geschäftliche Dokumente einheitlich zu gestalten und so für ein wirtschaftlicheres Arbeiten zu sorgen. So sind etwa offizielle Abkürzungen für übliche Floskeln definiert worden. Auch genaue Angaben zur Position des Adressfeldes in einem Brief zählen zu den Regularien der DIN 5008. Auf diese Weise können einheitliche Umschläge eingesetzt werden.

Viele der Normen sind uns heute in Fleisch und Blut übergegangen und wir bemerken sie höchstens, wenn ein Dokument formal davon abweicht. Um es den Personalern einfach zu machen, ist es also sinnvoll, sich an einige Regeln zu halten.

Bei der Formatierung deines Lebenslaufs sind hier ebenfalls bestimmte Standards zu Seitenabständen oder Schriftgrößen einzuhalten. Als Hilfestellung haben wir eine Layoutvorlage mit den wichtigsten Punkten zur DIN 5008 erstellt.

Wichtige Punkte für eine gute Lesbarkeit

Wer denkt, dass der gestalterische Spielraum bei einem Lebenslauf ohnehin begrenzt ist, hat nur bedingt recht. In jedem Fall ist es ratsam, auf übliche Strukturen zu setzen, denn wenn sich die Personaler zuerst mit einem außergewöhnlichen Aufbau auseinandersetzen müssen, kann dies eher ein Nachteil sein. Lesbarkeit sollte deshalb immer höher gewichtet werden als eine ausgefallene, kreative Idee.

Dennoch muss sich beides nicht zwangsläufig ausschließen. Es sind vor allem die Details, die einen kleinen aber feinen Unterschied machen können.

Alternativen zum tabellarischen Lebenslauf

Hierzulande ist der zweispaltige, tabellarische Lebenslauf üblich. Nach dem Foto und den allgemeinen Angaben stehen die wichtigsten Informationen und jüngsten Karriereschritte ganz oben. Weitere Punkte schließen in absteigender Reihenfolge bis hin zur schulischen Ausbildung an.

Eine weitere Variante ist die chronologische Aufzählung der bisherigen Karrierestationen – du könntest sie auch nach deinen erworbenen Fähigkeiten sortieren. Dabei werden die einzelnen Punkte in einer einzigen Spalte sinnvoll untereinander aufgezählt.

Zwischenüberschriften strukturieren das Ganze und geben wichtige Anhaltspunkte – sowohl inhaltlich als auch visuell. Zu den einzelnen Stationen werden stichpunktartig die wichtigsten Eckdaten, relevante Tätigkeitsfelder oder besondere Fähigkeiten, die damit in Zusammenhang stehen, notiert. Ein solcher Aufbau bietet zwei Vorteile:

Profitipps zum Abschluss

Heutzutage bieten die gängigen Textverarbeitungsprogramme ausreichend Möglichkeiten, auch ohne ein Designstudium einen Lebenslauf mit einem ansprechenden Layout zu gestalten. Diese abschließenden Tipps können dabei helfen, das Beste aus deiner Bewerbung herauszuholen:

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