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Die Suche nach einer neuen Stelle ist eine besondere Herausforderung. Wie erstelle ich einen Lebenslauf? Welche Anhänge sende ich ein? Wie präsentiere ich mich im Vorstellungsgespräch? Diese und weitere Fragen gilt es zu beantworten.

Hier kommen wir ins Spiel: Unser Ratgeber liefert dir jede Menge Tipps und Tricks, damit deine Bewerbung ein voller Erfolg wird.

2019 | Lesezeit: 19 Minuten

Persönliche Daten: Auswahl wichtiger Informationen

Mit der Rubrik „Persönliche Daten“ beginnt normalerweise ein tabellarischer Lebenslauf.

Alternative Bezeichnungen für diese Rubrik sind zum Beispiel „Angaben zur Person“ oder „Persönliches“. Da die personenbezogenen Angaben für sich selbst sprechen, kann eine gesonderte Rubrikbezeichnung in der Regel sogar weggelassen werden.

Die Kontaktdaten

Die wichtigsten Informationen der Rubrik „Persönliche Daten“ sind immer Ihre vollständigen Kontaktdaten, auch wenn du diese schon auf dem Anschreiben angegeben hast. Denn so machst du es den Lesern deiner Bewerbungsunterlagen so einfach wie möglich, mit dir in Kontakt zu treten. Außerdem solltest du bedenken, dass dein Lebenslauf beim Arbeitgeber durchaus separat weitergegeben und bearbeitet werden kann. Mit vollständigen Kontaktdaten auf dem Lebenslauf ist es leichter, bei Bedarf auf dich zuzukommen.

Die Kontaktdaten bestehen aus deinem Namen, deiner Anschrift, deiner Telefonnummer und deiner E-Mail-Adresse. Gegebenenfalls gibst du bei deiner Telefonnummer auch eine zeitliche Erreichbarkeit an. Wenn du deine Handynummer nennst, dann denke daran, dass du auch unterwegs und unvorbereitet vom Arbeitgeber kontaktiert werden könntest. Darauf solltest du dich so gut wie möglich einstellen und die Situation im Kopf einmal durchspielen.

Achte außerdem darauf, dass deine E-Mail-Adresse seriös wirkt. Am besten besteht sie aus deinem Vor- und Zunamen.

Diese Kontaktdaten sind Muss-Angaben im Lebenslauf. Du kannst sie alternativ auch in einer zweizeiligen Kopfzeile auf jeder Lebenslaufseite festhalten.

Freiwillige Angaben

Neben diesen Muss-Angaben gibt es auch noch einige Kann-Angaben. Zu diesen üblichen Kann-Angaben gehören beispielsweise das Geburtsdatum, der Geburtsort, der Familienstand, Hobbys und die Zahl der Kinder. Diese Kann-Angaben sind mittlerweile allerdings umstritten, da sie manchmal Auslöser für eine Diskriminierung bei der Personalauswahl sein können.

Hobbys müssen zwar nicht im Lebenslauf aufgeführt werden, sie können aber dazu genutzt werden, die im Anschreiben erwähnten Fähigkeiten und Kenntnisse zu unterstreichen. Darüber hinaus bieten sie im Bewerbungsgespräch mitunter auch eine gute Gesprächsgrundlage.

Wichtig ist hierbei, dass man zwischen wichtigen und unwichtigen Details, zwischen Pflichtangaben und freiwilligen Angaben unterscheidet. Denn die Hobbys sollten nicht zu viel Raum in der Bewerbung einnehmen, sondern lediglich die positiven Eigenschaften des Bewerbers betonen. Hier gilt also oft die Regel: Weniger ist mehr. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass Freizeitaktivitäten auch negative Eindrücke erzeugen können. Man sollte sich also genau überlegen, welche Kompetenzen für die angestrebte Stelle benötigt werden und wo man diese Fertigkeiten bereits in seiner Freizeit ausübt. So dienen verschiedene Hobbys als Ausdruck bestimmter Fähigkeiten.

Es steht dir frei, ob du freiwillige Angaben, wie Hobbys erwähnen möchten oder nicht. Falls du dem Personalbeauftragten neben deinem beruflichen Werdegang auch einen persönlichen Eindruck von dir vermitteln möchtest. Nenne allerdings nur Freizeitaktivitäten, die einen Bezug zu dem angestrebten Arbeitsplatz haben.

Außerdem können auch Informationen über ehrenamtliche Tätigkeiten oder politisches Engagement aufgelistet werden. Diese können ein positives Licht auf dich werfen und ermöglichen bei der Einladung zum Vorstellungsgespräch häufig einen lockeren Einstieg in das Gespräch. Weitere Kann-Angaben wie die Staatsangehörigkeit oder die Konfession können bei einigen Bewerbungen vorteilhaft sein. Zum Beispiel wenn du zeigen möchtest, dass du trotz deines ausländisch klingenden Namens über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügst und deine Anstellung keine behördlichen Probleme verursachen wird.

Nicht übliche Angaben

Angaben über Eltern und Geschwister sind in der Rubrik „Persönliche Daten“ nicht üblich. Eine Ausnahme ist nur dann sinnvoll, wenn du dich als Schulabgänger um einen Studien- oder Ausbildungsplatz bewirbst und deine Familienmitglieder einen ähnlichen Beruf ausüben. Dann kannst du manchmal mit dieser beruflichen „Familientradition“ punkten. Der Trend auf dem Arbeitsmarkt bewegt sich allerdings immer mehr in Richtung anonyme Bewerbungen, sodass nicht-fachliche Fakten insgesamt eine weniger wichtige Rolle bei der Lebenslaufgestaltung spielen.

Bewerbungsfoto für den Lebenslauf

Obwohl Bewerber aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nicht mehr dazu verpflichtet sind, ein Bewerbungsfoto hinzuzufügen, kann das Lichtbild weiterhin einen vorteilhaften Eindruck erzeugen.

Da das Bild den Unterlagen ein Gesicht verleiht, wird sich diese Bewerbung von den anderen abheben. Sie wird den Blick und die Aufmerksamkeit des Personalers eher auf sich ziehen als eine Bewerbung ohne Bewerbungsfoto.

Wie sollte ich mich auf einem Bewerbungsfoto präsentieren?

Das wichtigste ist, dass du einen seriösen Eindruck hinterlässt. Diese Fotos sollten von einem Fotografen gemacht werden, der sein Handwerk versteht. Private Fotos aus dem Urlaub, von einer Party, sowie Polaroids oder Ganzkörperfotos sind unangemessen und vermitteln einen unseriösen Eindruck. Je nachdem welche Stelle du anstrebst, solltest du dein Outfit anpassen:

Auf dem Bewerbungsfoto solltest du deinem Gegenüber mit einem natürlichen, offenen Lächeln entgegentreten und den Körper dabei auf die Kamera ausrichten. Außerdem sollten nur der Kopf- und Schulterbereich abgebildet werden. Erwecke unbedingt einen wachen und gepflegten Eindruck, sodass der Betrachter deinen Elan, deine Souveränität und die Fähigkeit, das Unternehmen angemessen zu repräsentieren, direkt feststellen kann.

Das Bewerbungsfoto kann, je nach Bewerbungsart, entweder eingescannt werden und in die virtuelle Bewerbungsmappe eingefügt oder in Print-Bewerbungsmappen auf den Lebenslauf geklebt werden.

Signatur des Lebenslaufes

Eine Bewerbung ohne Unterschrift ist nicht automatisch ungültig oder verboten. Dennoch gilt es aber als üblich, Bewerbungen zu unterschreiben. Die Bewerbung wirkt so persönlicher und erweckt bei manchen Personalern einen Eindruck von Professionalität. Zudem ist es nicht verbindlich festgelegt, wo die Unterschrift platziert werden sollte. Es bietet sich aber an, am Ende der letzten Seite zu unterschreiben.

Weiterhin ist zu unterscheiden, ob lediglich die Unterschrift handschriftlich angefertigt wird oder auch Ort und Datum. Für ein einheitliches Aussehen empfiehlt es sich, sowohl die Unterschrift als auch die Ortsangabe und das Datum mit der Hand zu schreiben. Die Angaben sollten leserlich und der Name vollständig sein. Auch die Wahl des Schreibwerkzeuges ist wichtig: Es wird empfohlen, mit einem blauen Füllfederhalter zu schreiben, da sich die Unterschrift somit von dem schwarzen Textkörper abhebt.

Bei einer digitaler Bewerbung kannst du ebenfalls unterschreiben, indem du deine Unterschrift einscannst und sie in das PDF-Dokument integrierst.

Persönliche Daten FAQ

Unterschrift

Hobbys

Bewerbungsfoto

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