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Freizeitaktivitäten: Was gehört in einen Lebenslauf und was nicht?

Teamfähige Mitarbeiter beim Kickern in der Pause

Neben den Informationen über Ihren beruflichen Werdegang helfen dem Personaler auch Angaben über die persönlichen Interessen des Bewerbers, um sich ein erstes Bild von dem neuen Mitarbeiter in spe zu machen. Hobbys müssen zwar nicht im Lebenslauf aufgeführt werden, sie können aber dazu genutzt werden, die im Anschreiben erwähnten Fähigkeiten und Kenntnisse zu unterstreichen. Darüber hinaus bieten Sie mitunter auch im Bewerbungsgespräch eine gute Gesprächsgrundlage.

Wichtig ist hierbei, dass man zwischen Wichtigem und Unwichtigem, als zwischen Pflichtangaben und freiwilligen Angaben unterscheidet. Denn die Hobbys sollten nicht zu viel Raum in der Bewerbung einnehmen, sondern lediglich die positiven Eigenschaften des Bewerbers betonen. Hier gilt also die Regel: "Weniger ist manchmal mehr". Zudem sollte berücksichtigt werden, dass Freizeitaktivitäten auch negative Eindrücke erzeugen können. Man sollte sich also genau überlegen, welche Kompetenzen für die angestrebte Stelle benötigt werden und wie man diese Fertigkeiten bereits in seiner Freizeit ausübt. So dienen verschiedene Hobbys als Ausdruck bestimmter Fähigkeiten.

Wenn man sich dazu entscheidet, seine Hobbys im Lebenslauf anzugeben, sollte man sich überlegen, welche Aktivitäten aufgeführt werden und welchen Eindruck sie beim Leser erwecken sollen.

Aktivitäten signalisieren positive Eigenschaften

Im Berufsleben gerngesehene Eigenschaften (Soft-Skills) sind beispielsweise: Kreativität, Leistungsfähigkeit/Ausdauer, soziale Kompetenzen, Team-Fähigkeit und Engagement. Es ist folglich ratsam, Hobbys anzugeben, die mit den entsprechenden Fähigkeiten assoziiert werden.

  • Kreativität: Hobbys wie z.B. Kochen, Zeichnen oder das Spielen von Instrumenten zeugen von Kreativität und können je nach Berufsfeld von Vorteil sein.
  • Leistungsfähigkeit/Ausdauer: Joggen, Schwimmen, Fußball spielen usw. zeigen zum einen, dass der Bewerber fit und sportlich ist, zum anderen wird deutlich, dass er sich aktiv um seine Gesundheit kümmert. Zudem werden Mannschaftssportarten häufig mit sozialer Kooperation assoziiert, was auf eine gute Team-Fähigkeit schließen lässt. Da Arbeitgeber an Mitarbeitern interessiert sind, die möglichst leistungsstark und belastbar sind, eignen sich sportliche Hobbys, um zu zeigen, dass man genug Energie für die Arbeit hat.
  • Soziale Kompetenzen: In vielen Berufen ist der Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Patienten o.Ä. ein zentrales Thema. Wenn man sich für eine Stelle bewirbt, bei welcher man mit anderen Menschen arbeitet, bietet es sich an, auf seine sozialen Fähigkeiten zu verweisen. Neben Mannschaftssportarten sowie anderen Gruppen-Hobbys eignen sich hier ehrenamtliche Tätigkeiten wie die Betreuung von Ferienangeboten und/oder Jugendgruppen.
  • Teamfähigkeit: Auch die Team-Fähigkeit wird durch Sportarten wie Fußball, Mannschaftsrudern etc. ausgedrückt, aber auch durch Tätigkeiten bei Hilfsorganisationen wie der Feuerwehr oder dem THW.
  • Engagement: Besonders beliebt sind Mitarbeiter, die nicht nur das Nötigste erledigen, sondern Herausforderungen suchen und Spaß daran haben, Aufgaben zu lösen. Sprachkurse, Reisen und freiwillige soziale Projekte zeigen das Interesse an neuen Aufgaben. Wer mehr als das Nötigste macht, hat auch mehr Erfahrungen, über die er in seinem Vorstellungsgespräch sprechen kann.

Nicht alle Hobbys sollten angegeben werden

Darüber hinaus suchen Arbeitgeber Mitarbeiter, die zuverlässig sind und die sich auf die Arbeit fokussieren. Hobbys, die sich negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken könnten, sollten also nicht im Lebenslauf aufgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Gefährliche Hobbys: Extremsportarten oder andere Aktivitäten mit einer hohen Verletzungsgefahr stellen für den Arbeitgeber ein Risiko dar, weil der Angestellte wegen seiner Verletzungen häufiger fehlen könnte. Außerdem könnte die Risikofreude als "Leichtsinnigkeit" interpretiert werden, was je nach Branche nachteilig ist.
  • Zeitintensive Hobbys: Zeitintensive Hobbys wie das Spielen in einer Band oder das Ausüben mehrerer Hobbys sollten nicht erwähnt werden, weil sie den Mitarbeiter erschöpfen können, sodass er müde zur Arbeit kommt und sich nicht angemessen auf seine Aufgaben konzentriert. Bei einigen Stellen ist darüber hinaus die zeitliche Flexibilität wichtig. So könnten Arbeit und Freizeit kollidieren.
  • Umstrittene Hobbys: Viele Unternehmen achten sowohl auf ihr Image als auch auf die harmonische Zusammensetzung ihrer Belegschaft. Freizeitaktivitäten, die gesellschaftlich negativ konnotiert oder umstritten sind, sind für den Lebenslauf also ungeeignet. Hierzu können beispielsweise die Jagd gehören (auch die mögliche Verletzungsgefahr könnte hier negativ aufgefasst werden) oder auch der Besuch von Fetisch-Clubs und ähnlichen Etablissements.

Häufige Fragen zur Angaben von Hobbys im Lebenslauf

  1. Auch Hobbys in den Lebenslauf schreiben, die nicht mit dem Beruf zu tun haben?

    Hobbys, die außergewöhnlich sind, sollten angegeben werden. Prinzipiell bleibt es dem Bewerber überlassen, welche Hobbys er im Lebenslauf angibt. In jedem Falle sollten Hobbys erwähnt werden, die einen Bezug zur Berufstätigkeit aufweisen. Darüber hinaus lohnt es sich, außergewöhnliche Hobbys anzugeben – durch diese unterscheiden Sie sich von der breiten Masse. „Standard-Hobbys“ können Sie hingegen auslassen.

  2. Welche Hobbys stehen für Teamfähigkeit?

    Mannschaftssport, Tätigkeiten in Vereinen und Verbänden sowie Gruppenaktivitäten aller Art deuten auf Teamfähigkeit hin.

  3. Welche Hobbys stehen für Kreativität?

    Kochen, zeichnen, fotografieren, musizieren oder basteln Sie gerne, sollten Sie dies angeben, da es auf Kreativität hindeutet.

  4. Welche Hobbys stehen für Flexibilität?

    Vor allem das Reisen und die Beschäftigung mit fremden Kulturen deuten auf Flexibilität hin.

Bildnachweis: racorn / 123RF (ID: 45069492)