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Hier kommen wir ins Spiel: Unser Ratgeber liefert dir jede Menge Tipps und Tricks, damit deine Bewerbung ein voller Erfolg wird.

2019 | Lesezeit: 10 Minuten

Einleitung Anschreiben: Wie du einen spannenden Einstieg formulierst

Gerade der erste Satz des Anschreibens bereitet vielen Bewerbern Probleme. Mit einigen simplen Tipps kannst du dir das Leben jedoch leichter machen: Wir verraten, wie dir ein guter Einstieg in dein Bewerbungsschreiben gelingt.

Den ersten Satz des Anschreibens zu formulieren, fällt Bewerbern häufig besonders schwer. Kein Wunder: Die Bedeutung dieser wenigen Worte ist immens. Sie tragen dazu bei, welche Chancen du auf eine positive Rückmeldung des möglichen Arbeitgebers hast. In diesem Artikel erfährst du, worauf es bei der Formulierung ankommt und welche Fehler du dabei vermeiden solltest.

Warum ein spannender Einstieg in dein Anschreiben so wichtig ist

Nicht nur der Lebenslauf ist aus Sicht von Personalverantwortlichen interessant. Einen ersten Eindruck bekommt ein Entscheidungsträger auch vom Bewerbungsschreiben eines Kandidaten. Hieran erkennt ein Personaler, ob du formulieren kannst, wie motiviert du bist und was dich besonders auszeichnet. Auch deine Motivation für eine Mitarbeit bei genau diesem Arbeitgeber geht aus dem Anschreiben hervor. Auf maximal einer Seite legst du letztlich dar, warum sich das Unternehmen für dich entscheiden sollte.

Viele Bewerber wissen, wie wichtig das Bewerbungsschreiben ist, und geben sich bei der Formulierung entsprechend viel Mühe. Die investierte Zeit lohnt sich aber nur, wenn der Ansprechpartner bei einem potenziellen Arbeitgeber dein Bewerbungsschreiben auch tatsächlich liest. Denn die Zeit der meisten Personaler ist knapp bemessen und so entfallen auf die Sichtung einer einzelnen Bewerbung oft nur wenige Minuten.

Lebenslauf und Anschreiben stehen dabei in aller Regel besonders im Fokus. Du kannst jedoch davon ausgehen, dass dein Anschreiben nur dann (ganz) gelesen wird, wenn du es schaffst, gleich zu Beginn das Interesse des Personalers zu wecken. Deshalb ist der erste Satz des Anschreibens ganz besonders wichtig.

Was macht einen gelungenen ersten Satz aus?

„Mit großem Interesse habe ich bei xy gesehen, dass Sie einen neuen xy suchen.“ „Hiermit bewerbe ich mich als xy.“ Sätze wie diese finden sich im Einstieg eines Bewerbungsschreibens immer wieder. Gut geeignet sind sie jedoch nicht, weil sie redundante Informationen enthalten. Natürlich bewirbst du dich hiermit, sonst wäre es ja kein Anschreiben. Und dass du Interesse an dem Job hast, zeigt sich ebenfalls daran, dass du dir die Mühe gemacht hast, eine Bewerbung zusammenzustellen. Vergegenwärtige dir außerdem, dass erfahrene Personaler Sätze dieser Art schon hunderte, vielleicht tausende Male gelesen haben. Etwas Frisches, Neues bleibt ihnen mit viel größerer Wahrscheinlichkeit im Gedächtnis hängen.

Mit langweiligen Standard-Formulierungen vergibst du daher die Chance, den Leser durch einen spannenden Einstieg in den Text zu ziehen. Wahrscheinlicher ist, dass der Personaler dein Schreiben nach diesen Formulierungen direkt zur Seite legt. Zwar heißt das nicht, dass du anschließend automatisch nicht mehr im Rennen um den Job bist. Vorteilhaft ist ein 0815-Einstieg jedoch nicht.

Ein gelungener erster Satz ist oft etwas ungewöhnlich und sticht dadurch aus der Masse hervor. Er macht neugierig auf dich als Person und sorgt ganz natürlicherweise dafür, dass der Personalverantwortliche weiterliest. Das erhöht deine Chancen auf eine positive Rückmeldung enorm – vorausgesetzt, dass dein restliches Anschreiben ebenfalls gelungen verfasst ist.

Verschwende beim Einstieg keine Zeilen für Offensichtliches. Steige lieber direkt ins Thema ein. Dabei gibt es keine allgemeinen Empfehlungen, aber einige gute Ideen. Im folgenden Abschnitt stellen wir dir ein paar Ideen für den Einstieg in das Anschreiben vor.

Ideen für den Einstieg in das Anschreiben

Das Anschreiben zu formulieren, fällt vielen Bewerbern schwer – gerade, weil sie wissen, wie wichtig die Wortwahl ist und welche Auswirkungen sie auf die Chancen für einen bestimmten Job haben kann. Der wohl schwierigste Teil, wenn du dein Bewerbungsschreiben formulierst, ist die Einleitung. Bis die ersten Worte gefunden sind, dauert es deshalb oft verhältnismäßig lange. Gleichzeitig stellt sich die Frage, was den idealen ersten Satz ausmacht.

Beim ersten Satz des Bewerbungsschreibens gibt es keine Vorgaben. Prinzipiell kommt nahezu jede Formulierung infrage, die dafür sorgt, dass der Personaler deine Bewerbung nicht gleich wieder zur Seite legt, sondern weiterliest. Der Einstieg kann deshalb auch etwas provokant sein. Arrogant solltest du jedoch nicht auftreten.

Warum du Kontakte zum Unternehmen unbedingt erwähnen solltest

Sofern du bereits Kontakte zum Unternehmen geknüpft hast oder es schon ein Telefongespräch mit einem Personalverantwortlichen gab, ist es sinnvoll, darauf im ersten Satz einzugehen. Das mag zwar nicht sonderlich kreativ sein, aber falls du einen guten Eindruck beim Telefonat oder Treffen hinterlassen hast, ist das definitiv ein Bonus. Im Zweifel wiegen positive Assoziationen zu deiner Person stärker als ein besonders ausgefeilter Texteinstieg.

An ein Telefonat im Vorfeld kannst du zum Beispiel anknüpfen, indem du direkt im ersten Satz darauf verweist. Drücke etwa aus, dass du dich hiermit wie telefonisch am betreffenden Datum angekündigt bewirbst. Es ist sinnvoll, noch einen Satz zum Telefonat (oder Treffen) zu verlieren, wenn es sich anbietet. Du kannst dafür zum Beispiel einen Aspekt des Gesprächs wählen, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist oder der dein Interesse an dem Job noch gesteigert hat. Damit zeigst du dich als motivierter Bewerber.

Es ist immer eine gute Idee, dich bei der Stellenausschreibung inspirieren zu lassen, wenn es um den Einstieg in das Bewerbungsschreiben geht. Welchen künftigen Mitarbeiter wünscht sich die Firma? Welche Qualifikationen und sonstigen Qualitäten scheinen besonders wichtig zu sein? Diese Aspekte eignen sich sehr gut, um gleich im Einstieg des Textes zu zeigen, dass du diese Voraussetzungen erfüllst. Das sollte gut begründet sein, damit es glaubhaft ist.

Die Formulierung sollte zu dir passen

Möglicherweise hast du schon immer davon geträumt, für diesen Arbeitgeber tätig zu werden. Dann kann auch das ein guter Einstieg in den Text sein. Diese Variante eignet sich jedoch nur, wenn dieses angebliche langjährige Interesse echt ist. Dein Anschreiben sollte immer authentisch bleiben. Wenn du übertreibst, fällt das früher oder später auf und wirft ein schlechtes Licht auf dich.

Genauso kannst du den Personaler direkt ansprechen, indem du beispielsweise eine Frage stellst. Etwas gewagt, aber manchmal keine schlechte Idee, sind Formulierungen wie diese: „Ich bin sicher, Sie lesen am Tag zig Bewerbungsschreiben, eines langweiliger als das andere. Und jetzt fragen Sie sich: Warum sollte ich ausgerechnet diesen Text weiterlesen? Was hat dieser Kandidat zu bieten? Das verrate ich Ihnen gern.“ Du solltest jedoch nicht zu plump auftreten.

Beispiel-Formulierungen können dir dabei helfen, eine Richtung zu finden, die zu dir passt. Dabei ist jedoch wichtig, dass du unbedingt authentisch bleibst. Formuliere ruhig abseits dessen, was Bewerbungs-Ratgeber dir sagen – solange es ehrlich und spannend ist, ist eine originelle Einleitung besser als die Kopie eines Beispielsatzes, den du im Internet gefunden hast. Variationen von Beispiel-Formulierungen lesen Personaler zuhauf. Mit eigenen Worten hebst du dich daher leichter von der Masse ab.

Generelle Tipps zur Formulierung des Anschreibens

Ob dein Einstieg in das Bewerbungsschreiben und der gesamte Text den Personaler überzeugen, hängt nicht nur vom Inhalt ab. Auch die Art und Weise, in der du diesen Inhalt herüberbringst, ist essenziell. Dein Anschreiben sollte in jeder Hinsicht gut lesbar sein. Verwende eine klare Sprache, die nicht zu schwierig ist.

Natürlich versteht dein Ansprechpartner auch Wörter, die nicht zum täglichen Sprachgebrauch gehören. Sie machen das Lesen deines Bewerbungsschreibens jedoch schwieriger – selbst wenn das dem Personalverantwortlichen gar nicht auffällt.

Kurze Sätze sind einfacher zu lesen als lange Formulierungen. Verben sind besser lesbar als eine lange Aneinanderreihung von Nomen. Aktive Formulierungen wirken ansprechender als Passivsätze. Freunde oder Familienmitglieder, die dein Anschreiben gelesen haben, können dir eine Rückmeldung darüber geben, wie gut es formuliert ist. Denn wer lange an einem Anschreiben gefeilt hat, dem fallen die Schwachstellen oft gar nicht mehr auf.

Es ist wichtig, dass du dein Anschreiben – und den Einstieg in den Text – immer wieder neu formulierst. Verwende nicht einfach dieselbe Einleitung für einen anderen potenziellen Arbeitgeber. Überzeugend ist meist nur, was auch ehrlich gemeint ist. Das erreichst du nur, indem du jedes Mal neu überlegst, wie die idealen ersten Sätze aussehen könnten.

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