2019 | Lesezeit: 9 Minuten

Der Lebenslauf: Die persönliche Visitenkarte der Bewerbung

Wer denkt, das Anschreiben sei der wichtigste Teil der Bewerbung, liegt häufig falsch. Aus Zeitgründen schauen Personaler nämlich zuerst auf den Lebenslauf.

Relevanz des Lebenslaufs

Gemeinsam mit dem Anschreiben stellt der Lebenslauf die individuelle Visitenkarte der Bewerbung dar. In ihm wird der berufliche Werdegang des Bewerbers möglichst prägnant dargestellt. Es ist daher bedeutsam, dass die wichtigsten Stationen auf einen Blick wahrgenommen werden können. Der Lebenslauf enthält neben den Fähigkeiten auch die formalen Qualifikationen. So verdeutlichst du dem Personalverantwortlichen, dass du als Bewerber in das ausgeschriebene Tätigkeitsprofil passt. Diese Angaben erlauben dem Personaler auch Rückschlüsse auf die Stärken und Schwächen des Bewerbers.

Der Lebenslauf sollte optisch überzeugen und ansprechend gestaltet sein. Unerlässlich ist zudem eine klare Struktur des Aufbaus, damit er leserfreundlich aufbereitet ist. Keinesfalls sollte dieser Kernbestandteil einer Bewerbung als lästiger Pflichtteil angesehen werden. Der Feinschliff des Lebenslaufs ist jede Mühe wert.

Personaler schauen auf den Lebenslauf

Der überwiegende Anteil der verantwortlichen Personaler wird sich den Lebenslauf nämlich zuerst durchlesen. Denn auf eine ausgeschriebene Position melden sich oftmals eine Vielzahl von Bewerbern. Der Curriculum Vitae erlaubt während der ersten Selektionsphase einen schnellen Überblick. Er ist der erste Eindruck, den der jeweilige Kandidat in dem Unternehmen oder der Behörde hinterlässt. Häufig hängt es vom Lebenslauf ab, ob anschließend das Anschreiben überhaupt noch zur Kenntnis genommen wird. Das zeigt schon die besondere Relevanz, die der Lebenslauf für die persönliche Bewerbung hat.

Die Reihenfolge der Kenntnisnahme stimmt folglich nicht immer mit der Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen überein. Dementsprechend ist es entscheidend, dass die Angaben im Lebenslauf klar, prägnant und knapp dargestellt werden. Er sollte so aussagekräftig sein, dass die Personalabteilung einen positiven ersten Eindruck gewinnt. Letztendlich ist der Lebenslauf nicht nur ein Werbemittel, sondern auch eine Art erste Arbeitsprobe.

Übersichtlichkeit ist wichtig

Während der Lebenslauf klassischer Weise in einem Fließtext verfasst worden ist, bietet sich diese Form der Gestaltung heutzutage nicht mehr an. Die Norm stellt eine prägnante Tabellenform mit einigen Pflichtangaben dar. Sinn und Zweck des Lebenslaufs ist es somit, dass der potenzielle Arbeitgeber bereits beim Querlesen die wichtigsten Informationen zur Kenntnis nehmen kann. Je mehr Bewerbungen eingehen, desto wichtiger ist, dass er nicht zu viel Zeit in die Lektüre des Lebenslaufs investieren muss. Der Personaler möchte den Kreis der interessanten Kandidaten so effizient und schnell wie möglich einschränken.

Ein interessant gestalteter und passender Lebenslauf, der sowohl an die ausgeschriebene Position als auch an den Bewerber angepasst ist, verbleibt beim Gegenüber im Gedächtnis. Dies gilt umso mehr, wenn der tabellarische Werdegang mit einem sympathischen Foto unterstrichen wird. Keinesfalls sollten im Lebenslauf Informationen präsentiert werden, die für die ausgeschriebene Stelle offensichtlich nicht von Bedeutung sind. Überflüssige Inhalte können den Personalverantwortlichen schlichtweg verwirren. Im schlimmsten Fall wird er sich dann auch nicht mehr die Zeit nehmen wollen, die Bewerbung und insbesondere den Lebenslauf weiter zu analysieren. Ergänzende Angaben sollten also behutsam getroffen werden.

Der Aufbau sollte antichronologisch erfolgen. Das gilt besonders für Bewerber mit einiger Berufserfahrung. In diesem Fall wird der Personalabteilung die aktuelle Berufssituation auf den ersten Blick dargestellt, die jüngsten Etappen stehen im Vordergrund. Die klassische, chronologische Anordnung ist zwar nicht verboten, wird aber immer unüblicher.

Zusammengefasst: Darauf kommt es beim Lebenslauf besonders an

Aufgrund der großen Menge an Bewerbungen schauen Personalabteilungen zuerst auf den Lebenslauf. Innerhalb kurzer Zeit müssen sie entscheiden, ob das Profil des Bewerbers grundsätzlich zur Position passt oder ob die Bewerbung aussortiert wird. Durch unnötige Fehler und schlechte Selbstpräsentation können sich für den Bewerber daher schnell Türen schließen.

Das muss nicht sein, denn so wird deine Bewerbung zum Erfolg:

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