Der Lebenslauf: Die persönliche Visitenkarte der Bewerbung

Gemeinsam mit dem Anschreiben stellt der Lebenslauf die individuelle Visitenkarte der Bewerbung dar. In ihm soll der berufliche Werdegang des Bewerbers prägnant dargestellt werden. Es ist insofern bedeutsam, dass die wichtigsten Stationen auf einen Blick wahrgenommen werden können. Er enthält neben den Fähigkeiten auch die Qualifikationen, um den Personalverantwortlichen deutlich zu machen, inwiefern der Bewerber in das ausgeschriebene Tätigkeitsprofil passt. Durch diese Angaben versucht er die Stärken und Schwächen des Bewerbers zu identifizieren.

Er sollte optisch überzeugen und ansprechend gestaltet werden. Unerlässlich ist zudem eine klare Struktur des Aufbaus, damit er leserfreundlich erscheint. Keinesfalls sollte dieser Kernbestandteil einer Bewerbung als lästiger Pflichtteil angesehen werden.

Personaler schauen auf den Lebenslauf

Der überwiegende Anteil der verantwortlichen Personaler wird sich diesen Teil der eingereichten Bewerbungsunterlagen zuerst durchlesen. Es ist nämlich zu bedenken, dass sich auf eine ausgeschriebene Position oftmals eine Vielzahl von Bewerbern melden. Der Curriculum Vitae verkürzt die Zeit für die erste Selektionsphase. Er ist der erste Eindruck, den der jeweilige Kandidat in dem Unternehmen oder der Behörde hinterlässt. Häufig wird von ihm abhängig gemacht, ob anschließend das Anschreiben überhaupt noch zur Kenntnis genommen wird. Das zeigt schon die besondere Relevanz, die der Lebenslauf für die persönliche Bewerbung hat.

Die Reihenfolge der Kenntnisnahme stimmt folglich nicht immer mit der Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen überein. Dementsprechend ist es entscheidend, dass die Angaben im Lebenslauf klar, prägnant und knapp dargestellt werden. Er sollte derart aussagekräftig sein, dass die Personalabteilung einen positiven ersten Eindruck gewinnt. Letztendlich ist der Lebenslauf nicht nur ein Werbemittel, sondern auch eine erste Arbeitsprobe.

Übersichtlichkeit ist wichtig

Während der Curriculum Vitae klassischer Weise in einem Fließtext verfasst worden ist, bietet sich diese Form der Gestaltung heutzutage nicht mehr an. Die Norm stellt eine prägnante Tabellenform mit einigen Pflichtangaben dar. Sinn und Zweck des Lebenslaufes ist somit, dass der potentielle Arbeitgeber beim Querlesen die wichtigsten Informationen bereits zur Kenntnis nehmen kann. Entscheidend ist nämlich, dass er nicht zu viel Zeit bei der Lektüre investieren muss. Insbesondere bei vielen eingereichten Bewerbungen möchte er zügig eine Entscheidung treffen können.

Ein interessant gestalteter und passender Lebenslauf, der sowohl auf die ausgeschriebene Position als auch auf den Bewerber ausgerichtet ist, verbleibt beim Gegenüber im Gedächtnis. Dies gilt umso mehr, wenn der tabellarische Werdegang mit einem sympathischen Foto unterstrichen wird. Keinesfalls sollten im Lebenslauf Informationen präsentiert werden, die offensichtlich nicht von Bedeutung sind. Derartige überflüssige Inhalte können den Personalverantwortlichen schlichtweg verwirren. Im schlimmsten Fall wird er sich auch nicht mehr die Zeit nehmen wollen, die Bewerbung und insbesondere den Lebenslauf weiter zu analysieren. Freiwillige Angaben sollten also behutsam ausgewählt werden.

Der Aufbau sollte chronologisch erfolgen. Vor allem bei Bewerbern, die über Berufserfahrung verfügen, bietet es sich an, die Chronologie umgekehrt aufzubauen. In diesem Fall wird der Personalabteilung die aktuelle Berufssituation auf den ersten Blick dargestellt. Eine vorgeschriebene Form existiert derweil nicht. Letztendlich sollte der Lebenslauf auch so individuell sein, wie die ausgeschriebene Position, die Branche, die Person des Bewerbers oder des Arbeitgebers.

Personalerin geht den Lebenslauf der nervös schauenden Bewerberin durch

Lebenslauf.de hat analysiert und zeigt das Wichtigste im Lebenslauf

Aufgrund der großen Anzahl an Bewerbungen für eine Stelle, schauen Personalabteilungen zuerst auf den Lebenslauf. Innerhalb kurzer Zeit müssen sie entscheiden, ob das Profil des Bewerbers zur Position grundsätzlich passt oder ob die Bewerbung aussortiert wird. Durch unnötige Fehler und schlechte Selbstpräsentation schließen sich dadurch für den Bewerber Türen, die eigentlich offen stünden.

Wir haben mit Personalern und Unternehmern gesprochen und Punkte gesammelt mit welchen Ihre Bewerbung zum Erfolg wird.

So wird die Bewerbung zum Erfolg

  • Einfach zu lesen

    Eine klare Struktur hilft dem Leser schnell die gewünschten Informationen zu finden.

  • Richtige Reihenfolge

    Umgekehrt chronologische Gliederung: Zuerst aktuelle Ereignisse, wie die aktuelle Beschäftigung oder der Abschluss des Studiums, dann Schritt für Schritt zu weniger relevanten Punkten, wie zur vorherigen Berufserfahrung und dem Schulabschluss.

  • Relevante Informationen

    Konzentration auf aktuelle und für Position relevante Berufserfahrung. Andere Positionen im Laufe der Karriere nur kurz erwähnen. Gleiches gilt für Kenntnisse bzw. Hobbys und Interessen: Erwähne das, was für die Position wichtig ist - den Rest hier weglassen.

  • Fehlerfreiheit

    Unbedingt Fehler hinsichtlich der Rechtschreibung vermeiden und auch auf das Format achten.

  • Erfolge und Erfahrung zeigen

    Nicht nur Arbeitgeber und Position erwähnen, sondern auch Tätigkeiten, Projekte und Erfolge. Zahlen fallen dabei ins Auge. Zum Beispiel: "Steigerung der jährlichen Onlineumsätze um 55%".

  • Keine falsche Bescheidenheit

    Nicht Lügen, aber Fähigkeiten und Erfolge präsentieren/in Szene stellen. Sieh den Lebenslauf als Eintrittskarte für das Vorstellungsgespräch - erst dort kannst du dann persönlich demonstrieren was du kannst.

  • Roter Faden

    Idealfall: Der Lebenslauf zeigt, dass genau auf die Position hingearbeitet wurde. Das ist natürlich selten der Fall, aber Bewerber sollten bei der Darstellung Ihres Werdegangs versuchen einen roten Faden aufzuzeigen.

  • Passender Lebenslauf

    Inhaltlich passend zur anvisierten Stelle und Karrierephase: Berufserfahrene konzentrieren sich auf die berufliche Laufbahn, Berufsanfänger auf die Bildung, Interessen und Eigenschaften.

    Tipp: Achte genau auf die Anforderungen der Stellenanzeige und hebe Fähigkeiten und Erfahrungen hervor, die dich zum Richtigen für den Job machen.

  • Erläuterung von Lücken

    Lücken über sechs Monate sollten sinnvoll erläutert und wenn möglich kaschiert werden. Arbeitslosigkeit z.B. "Berufsorientierung" oder "Umorientierung" nennen. Manchmal gibt es auch gute Gründe, die unbedingt erwähnt werden sollten: Elternzeit, Weiterbildung, Auslandsaufenthalt, etc.
  • Erst Berufserfahrung, dann die Bildung

    Nach den persönlichen Daten sollten Sie Ihren beruflichen Werdegang präsentieren. Die Darstellung von Studienzeiten und Schulabschluss kann anschließend erfolgen. Ausnahme: Bewerber ohne relevante Berufserfahrung konzentrieren sich auf ihre Kenntnisse und akademische Errungenschaften.

  • Maximal zwei Seiten

    Auf das Wesentliche konzentrieren: Unnötige oder irrelevante Informationen streichen, verkürzt oder zusammengefasst darstellen. Relevanten Informationen den nötigen Raum geben. Tipps zu Umfang & Struktur

  • Passendes Layout

    In den meisten Fällen ist ein schlichtes, seriöses und sauber strukturiertes Design die beste Wahl. Wer sich aber für einen kreativen Beruf oder bei einem sehr jungen Unternehmen bewirbt, kann sich durch eine besondere Gestaltung von den anderen Bewerbern absetzen.

  • Nur sinnvolle persönliche Daten angeben

    Auf nicht gängige persönliche Daten verzichten (Familienstand, Beruf der Eltern, Geschwister). Es gibt Ausnahmen, aber meistens bringen diese Informationen keine Vorteile. Die Konfession nur bei kirchlichen und kirchennahmen Einrichtungen und Organisationen angeben.

  • Richtiges Bewerbungsfoto

    Verwende ein echtes Bewerbungsfoto - am besten von einem Fotografen mit Spezialisierung auf Bewerbungsbilder und passenden Referenzen.

  • Unterschrift

    Das Unterschreiben des Lebenslaufs ist eine wichtige Formalität. Bewerbung auf Papier mit einem blauen Füller unterschreiben, online mit gescannter Unterschrift.

  • Neuester Stand

    Kontrolliere sämtliche Angaben auf ihre Aktualität.

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