2019 | Lesezeit: 14 Minuten

Häufige Fehler beim Verfassen eines Lebenslaufes

Welche Fehler werden von vielen Bewerbern gemacht? Eine praktische Übersicht für alle, die nichts vergessen und das unnötige Scheitern ihrer Bewerbung verhindern wollen.

Häufige Fehler

1. Lücken und Lügen

Im Lebenslauf sollte der bisherige Werdegang des Bewerbers lückenlos dargestellt werden und sämtliche Pflichtangaben sollten darin vorhanden sein. Allerdings weiß auch jeder Arbeitgeber, dass nahtlose Übergänge nicht in allen Biografien möglich sind. Es ist also nicht schlimm, wenn du zwischen zwei Stationen – etwa zwischen Studienabschluss und Berufseinstieg – vier Urlaubswochen einlegst. Auszeiten, die länger als drei Monate andauern, können hingegen zum Problem werden.

Wenn du in dieser Zeit weder einer dauerhaften Beschäftigung nachgegangen bist noch Praktika oder Weiterbildungen absolviert hast, wird der Personaler die Lücke im Lebenslauf hinterfragen. Sie sollten dann nicht versuchen, die Lücken mit Lügen zu füllen, da das spätestens im Bewerbungsgespräch auffällt. Es lohnt sich auch nicht, den Lebenslauf in Jahres- statt in Monatsschritten anzugeben. Die Personaler sind schließlich darauf geschult sind, Lücken im Lebenslauf aufzuspüren.

Wandle die Lücke lieber in eine potenzielle Stärke um, indem du den Zeitraum mit einer sinnvollen Erklärung füllst. Erwähne, wie du in dieser Zeit deine Kenntnisse und Fähigkeiten erweitert hast. Hast du dich vielleicht sozial engagiert? Hast du eine Sprachreise absolviert oder VHS-Kurse besucht? Wenn du während deiner Arbeitslosigkeit keine neuen berufsrelevanten Kenntnisse erworben hast, stelle dies zumindest sprachlich vorteilhaft dar. Schreibe nicht "arbeitslos", sondern "arbeitssuchend". Das erweckt einen aktiven und engagierten Eindruck.

2. Falscher Aufbau

Viele Bewerber geben ihren Werdegang chronologisch wieder, beginnend mit der schulischen Qualifikation. Sinnvoller ist es allerdings, mit der aktuellen Position zu beginnen und den Werdegang rückwärts zu erzählen. So sieht der Personalverantwortliche die relevantesten, weil neusten Angaben zuerst. Diese sogenannte antichronologische Darstellung etabliert sich immer mehr als Standard.

3. Unwichtige Informationen

Wie bereits beschrieben dient der Lebenslauf als Überblick über deinen beruflichen Werdegang. Damit er einen informativen Mehrwert bietet, solltest du nur die relevantesten und für die Stelle bedeutsamen Daten angeben. So sieht der Personaler wichtige Punkte auf den ersten Blick. Eher unwichtige freiwillige Angaben sind beispielsweise der Name deiner Grundschule, die Tätigkeiten deiner Eltern oder die Anzahl deiner Geschwister.

4. Private Bilder als Bewerbungsfoto

Lege deiner Bewerbungsmappe kein privates Bild als Bewerbungsfoto bei, das hinterlässt einen unprofessionellen Eindruck! Der Arbeitgeber sucht einen Mitarbeiter für sein Unternehmen und keinen Freund für die Freizeit. Zeige dich also von deiner seriösen Seite und überzeuge mit deiner Fachkompetenz. Professionelle Bewerbungsfotos kannst du bei jedem Fotografen anfertigen lassen.

5. Rechtschreibfehler

Durchsuche deine Bewerbung immer gründlich nach Rechtschreibfehlern und falscher Formatierung, bevor du sie abschickst. Du willst schließlich einen engagierten, verlässlichen Eindruck hinterlassen und demonstrieren, dass du sorgfältig arbeiten kannst. Eine Bewerbung, die mit Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehlern übersät ist, zeugt allerdings eher von mangelnder Aufmerksamkeit und wenig Interesse. Das kann den so wichtigen ersten Eindruck ruinieren.

Fazit

Denke daran: Für den Personaler ist der Lebenslauf der wichtigste Teil der Bewerbung – zumindest wenn es um die erste Auswahl der vielversprechenden Kandidaten geht.

Lebenslauf.de analysiert die häufigsten Fehler im Lebenslauf

Den ein oder anderen Fehler macht praktisch jeder Bewerber in seinem Lebenslauf. Es geht darum, Flüchtigkeitsfehler und besonders die schwerwiegenden, zur Aussortierung führenden Fehler unbedingt zu vermeiden.

Lebenslauf.de hat mit Personalverantwortlichen gesprochen, hunderte Lebensläufe analysiert und nach wiederkehrenden Fehlern gesucht. Auf Basis der Kenntnisse entstand die folgende Liste, die stets erweitert wird:

Mindestens einer dieser Fehler findet sich in den meisten Lebensläufen:

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