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Bildungsweg: Darstellung des fachlichen Fundaments

Student bereitet sich  in der Bibliothek seiner Universität auf das Berufsleben vor

In die Rubrik „Bildung“ gehören Informationen zur Schul-, Ausbildungs- und Studienzeit. Auch in der Rubrik „Bildung“ gilt die Faustregel: Je länger ein Bildungsweg bzw. Bildungsabschluss zurückliegt, desto knapper gestalten Sie diesen Abschnitt. Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie als Fachkraft mit zehn Jahren Berufserfahrung nicht alle Ihre Schulwechsel noch im Lebenslauf angeben sollten. Dann reicht der höchste Schul- und Ausbildungs- oder Studienabschluss. Denn für den Personaler spielt die zehnjährige Berufserfahrung die entscheidende Rolle.

Bei wenig Berufserfahrung ist der Bereich wichtiger

Etwas anders sieht die Lage natürlich aus, wenn Sie noch Schüler oder Schulabgänger sind, der sich beispielsweise um ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz bewerben will. Dann können Sie den schulischen Werdegang durchaus etwas ausführlicher darstellen. Sind Sie dagegen schon Auszubildender oder Student, dann legen Sie Ihren Fokus in dieser Rubrik mehr auf die Darstellung dieser Bildungsgänge.

Sie haben bei der Gestaltung Ihres Lebenslaufs also eine hohe Gestaltungsfreiheit, die Sie nutzen sollten, um sich im besten Licht darzustellen. Fertigen Sie auch diese Rubrik immer in Hinblick auf die zukünftige Stelle an. Wenn beispielsweise Ihre abgeschlossene Ausbildung gar nichts mit der gewünschten Stelle zu tun hat, dann brauchen Sie die Ausbildungszeit nicht ausführlich darstellen.

Tipps für die Darstellung im Lebenslauf

Die einzelnen Stationen der Rubrik „Bildung“ geben Sie auch wieder mit dem Zeitraum in der linken Spalte und den näheren Informationen in der rechten Spalte an. Das Format für den Zeitraum sollte am besten monatsgenau sein und für alle Lebenslaufeinträge einheitlich genutzt werden. Zu den näheren Informationen gehören dann die Bezeichnung des Bildungswegs, die genaue Bezeichnung sowie der Ort der Bildungsinstitution. Darüber hinaus erfolgt auch die Angabe des jeweiligen Bildungsabschlusses, den Sie mit Fettdruck optisch hervorheben können.

Details zur Schulzeit sind nur selten wichtig

Wenn Sie noch über wenig Berufserfahrung verfügen und der jeweilige Bildungsabschluss noch nicht lange zurückliegt (weniger als drei bis fünf Jahre), dann geben Sie noch Zusatzinformationen. Dazu gehören zum Beispiel Abschlussnoten, Leistungs- oder Schwerpunktfächer oder Themen von Abschlussarbeiten. So reichern Sie den jeweiligen Bildungseintrag mit Inhalten an. Viele Bewerber machen einen Fehler, wenn sie ausführlich die Grundschulzeit, jede weiterführende Schule oder gar Brüche während der Schulzeit darstellen. Freiwillige Angaben sind nicht einstellungsrelevant und werfen oftmals mehr Fragen auf als sie beantworten.

Bewerber fragen, Experten antworten:

  1. Welche Reihenfolge ist in diesem Bereich richtig?

    Am besten präsentieren Sie Ihre Stärken und Vorzüge, indem Sie Ihren Werdegang, nach amerikanischem Vorbild, in umgekehrter Reihenfolge auflisten. Beginnen Sie also mit Ihrem aktuellsten Abschluss und setzen die Reihenfolge dann rückwärts bis zur Grundschule in chronologischen Schritten fort. So fällt der Blick des Lesers zunächst auf Ihren höchsten Abschluss.

  2. Wie lange muss ich noch die Schule angeben? Ab wann darf man niedrigere Schulen weglassen?

    Bis Sie genügend Berufserfahrung gesammelt haben, um auf die Angabe Ihrer schulischen Laufbahn verzichten zu können, dauert es in der Regel einige Jahre.

    Sobald Sie lange genug im Berufsleben tätig waren, um aussagekräftige Praxiserfahrungen vorweisen zu können, brauchen Sie im Lebenslauf nur noch Ihren höchsten Schulabschluss anzugeben.

  3. Wie Studium ohne Abschluss / abgebrochenes Studium in Lebenslauf schreiben?

    Ein abgebrochenes Studium können Sie im Lebenslauf ebenso angeben wie ein abgeschlossenes.

    In die linke Spalte schreiben Sie den Zeitraum des Studiums und in die rechte den Namen der Hochschule sowie den Studiengang. Den Abbruch können Sie entweder in der rechten Spalte in Klammern erwähnen oder durch den nicht erwähnten Abschluss ausdrücken.

  4. Voraussichtliches Abitur wie in den Lebenslauf schreiben?

    Normalerweise werden im Lebenslauf abgeschlossene Stationen Ihres Werdegangs angegeben.

    Falls Sie sich aber kurz vor dem Schulabschluss für Ausbildungsplätze bewerben, können Sie in der linken Spalte den voraussichtlichen Zeitpunkt des Abschlusses aufschreiben und in der rechten die Art des Abschlusses.

    Beispiel
    Voraussichtlich 4/2027................Abitur am Muster-Gymnasium

  5. Wie zukünftigen Hochschuldabschluss im Lebenslauf erwähnen?

    Ihren voraussichtlichen Hochschulabschluss können Sie angeben, indem Sie in der linken Spalte des Lebenslaufes das geplante Datum vermerken und in der rechten Spalte den Abschluss und ggf. den entsprechenden Titel nennen.

    Beispiel:
    Voraussichtlich 10/2027...............Abschluss des Studiums mit Titel Diplom-Kulturwirt

  6. Wie Schreibe ich meinen Abschluss in den Lebenslauf?

    Sowohl bei Schul- als auch bei Uni-Abschlüssen wird der höchste Abschluss im Lebenslauf an erster Stelle genannt. Professionals, die schon viel Berufserfahrung gesammelt und sich in der Praxis bewiesen haben, brauchen nur den höchsten Abschluss anzugeben. Berufseinsteiger müssen ihre Schullaufbahn vom höchsten Abschluss bis zur Grundschule widergeben.

  7. Abschlussnote im Lebenslauf angeben?

    Die Noten von Schulabschlüssen werden im Lebenslauf nicht angegeben. Abschlussnoten von Universitäten gehören hingegen in den Lebenslauf. Denn eine fehlende Uni-Abschlussnote deutet auf einen Abbruch oder ein gescheitertes Studium hin, sodass die Note nicht im Lebenslauf fehlen sollte.

  8. Diplomarbeit im Lebenslauf angeben?

    Sie können Ihre Diplomarbeit im Lebenslauf erwähnen, wenn Sie noch nicht über so viel Praxiserfahrung verfügen. Bei Professionals ist der Titel der Diplomarbeit hingegen nicht mehr notwendig.

  9. Grundschule im Lebenslauf angeben?

    Die Grundschule muss nur von Berufseinsteigern erwähnt werden.

  10. Wiederholte Klasse vermerken?

    Wiederholte Schuljahre müssen nicht einzeln aufgezählt werden, da der Personaler anhand der Schuldauer erkennen kann, ob dieselbe der Regelzeit entspricht oder nicht.

  11. Ohne Schulabschluss - was in den Lebenslauf schreiben?

    Einen fehlenden Schulabschluss zu verschweigen, lohnt sich nicht. Zumal es spätestens im Vorstellungsgespräch auffliegen würde. Geben Sie also offen und ehrlich die Dauer Ihres Schulbesuchs an und schreiben Sie dann "Abgang nach der 9. Klasse" oder "Schulabbruch". Beachten Sie, dass der Lebenslauf einen schnellen und einfachen Überblick über Ihren Werdegang bieten und dementsprechend nur informative Fakten enthalten soll. Rechtfertigungen wirken hingegen wie Ausreden und hinterlassen keinen guten Eindruck.

Bildnachweis: wavebreakmediamicro / 123RF (ID: 47503609)