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Lebenslauf für den Wiedereinstieg in das Berufsleben

Älterer Arbeitnehmer mit Bewerbungsmappe beim Vorstellungsgespräch

Bei einem Wiedereinstieg sollte der Schwerpunkt des Lebenslaufes auf Ihre bisherige Berufserfahrung, Qualifikationen und Kenntnisse liegen. Wer noch nicht lange im Berufsleben steht (z.B. kurz nach dem Berufseinstieg, fokussiert sich hier auf seine schulische Bildung sowie auf Ausbildungen. Darüber hinaus dienen Praktika und Nebenjobs als zusätzliche Praxiserfahrung.

Bewerber, die hingegen über langjährige Berufserfahrung verfügen, brauchen nur ihren höchsten Schulabschluss oder - sofern vorhanden - den höchsten akademischen Abschluss anzugeben. Überzeugender ist aber Ihr erworbener Erfahrungsschatz. Konzentrieren Sie sich also auf Ihre vorherigen Tätigkeiten, betreute Projekte und vor allem auf berufliche Erfolge.

Was haben Sie zwischendurch gemacht?

Falls private Projekte, während der Karriere-Pause, Ihre berufsbezogenen Fähigkeiten gefordert haben, ist das ein guter Punkt für Ihren Lebenslauf. Trainertätigkeiten, das Organisieren von schulischen Theateraufführungen, der Vorsitz eines allgemeinnützigen Vereins und vieles mehr lässt auf wichtige Soft Skills schließen, die für Ihre neue Stelle wichtig sind. Außerdem zeigen derartige Betätigungen, dass Sie in Ihrer beruflichen Pause nicht untätig waren und Ihre Qualitäten weiter ausgebaut haben. Achten Sie aber darauf, nicht zu beschäftigt zu wirken. Ebenso ist es wichtig, die Lücke in Ihrem Lebenslauf sinnvoll zu erklären.

Gründe für Auszeiten

Es gibt einige Gründe, warum eine Karriere unterbrochen wird. Häufig wird der Beruf entweder zugunsten der Familienplanung aufgegeben oder aus gesundheitlichen Gründen. Zudem zwingen wirtschaftliche Krisen Unternehmer oft zum Abbau von Stellen, sodass die Angestellten unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Wenn Sie nach einer längeren Auszeit wieder einen Weg zurück ins Berufsleben suchen, ist der richtige Umgang mit der Lücke im Lebenslauf ausschlaggebend für den Erfolg Ihrer Bewerbung.

Unerklärte Lücken sind im Lebenslauf zwar nicht gern gesehen, da sie sowohl als Untätigkeit wie auch als ein Mangel an Qualifikation oder fehlendes Engagement interpretiert werden, jedoch gehören einige Auszeiten einfach zum menschlichen Leben dazu. Elternzeiten oder Krankheiten sind gute Gründe für eine berufliche Pause. Da Sie diese Phasen sinnvoll erklären und nachweisen können, stellen sie kein Problem dar und stoßen bei jedem Arbeitgeber auf Verständnis.

Angabe des Grundes

Falls Sie aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig waren oder ein krankes Familienmitglied versorgt haben, genügt es, den Zeitraum genau anzugeben. Die Art Ihrer Erkrankung müssen Sie nicht nennen, sondern lediglich den Grund für Ihre berufliche Auszeit (z.B.: "Auszeit aufgrund einer Erkrankung" oder "Pflege meiner sterbenden Mutter").

Leistungfähigkeit zeigen

Sofern Sie zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung wieder genesen und einsatzbereit sind, sollten Sie das ebenfalls angeben, damit der Personaler von Ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt ist.

Sowohl bei dem Wiedereinstieg nach einer Elternzeit als auch nach einer Erkrankung ist es ratsam, den Personalbeauftragten davon in Kenntnis zu setzen, dass Sie wieder vollkommen arbeits- und leistungsfähig sind.

Erwähnen Sie also die Selbstständigkeit bzw. die gesicherte Betreuung Ihrer mittlerweile herangewachsenen Kinder, Ihre Genesung oder die Gründe dafür, dass Ihr pflegebedürftiges Familienmitglied nicht mehr auf Ihre Hilfe angewiesen ist. Denn Personaler suchen nach Mitarbeitern, die zum einen zuverlässig, belastbar sowie motiviert sind und die zum anderen auch möglichst selten fehlen. Zusätzliche Verpflichtungen neben den beruflichen können daher als Ablenkung gewertet werden.

Darüber hinaus benötigt der neue Arbeitgeber die Gewissheit, dass Sie auch nach der längeren Auszeit noch über die notwendige Fachkompetenz verfügen. Deshalb ist darauf zu achten, seine Fachkenntnisse auch während einer Berufspause auf dem neuesten Stand zu halten.

Wesentliche Lücken nicht verschweigen

Selbst im Fall einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit müssen Sie die Lücke in Ihrem Lebenslauf weder tarnen noch verschämt verschweigen. Geben Sie im Lebenslauf den Kündigungsgrund einfach nach der Beschäftigungsbezeichnung bzw. der jeweiligen Firma an.

Beispiel

08/2002 bis 10/2007 – Abteilungsleiter bei der fruitless AG (Kündigung wegen Insolvenz)

Umgang mit problematischen Lücken

Problematischer ist es jedoch nach einer längeren Pause, die Sie nicht sinnvoll erklären können. Wenn Sie weder einer dauerhaften Beschäftigung nachgegangen sind noch eine Ausbildung gemacht, studiert oder weiterbildende Maßnahmen genutzt haben, sondern längere Zeit arbeitslos waren, handelt es sich um eine Lücke, die von Personalern kritisch betrachtet wird. Besonders problematisch ist die Lücke nach einer selbstverschuldeten Kündigung.

Bei einem Wiedereinstieg sollten Sie diese Lücke trotzdem nicht aus dem Lebenslauf streichen, sondern souverän mit ihr umgehen. Immerhin sind Personaler darin geschult, Lücken im Lebenslauf zu finden, sodass Täuschungsversuche meistens peinlich enden. Zumal man die angestrebte Stelle dadurch auf jeden Fall verspielt. Mit dem richtigen Umgang gelingt es Ihnen hingegen, vielleicht ein paar Pluspunkte zu sammeln:

  • Nennen Sie die Kündigung und den entsprechenden Zeitraum der Arbeitslosigkeit in Ihrem Lebenslauf. Von der Angabe von Gründen wird hier abgeraten, außer im Fall einer Insolvenz. (s.o.)
  • Aktive Gestaltung des Lebenslaufs: Füllen Sie die Lücke mit weiterbildenden Maßnahmen, während Sie sich um eine neue Stelle bemühen. So beweisen Sie nicht nur Engagement, sondern eignen sich auch neue qualifizierende Fähigkeiten an.
  • Achten Sie auf die sprachliche Darstellung der Arbeitslosigkeit: der Begriff "arbeitslos" wirkt im Gegensatz zu "arbeitsuchend" passiv und nicht wirklich bemüht. Wenn Sie sich als "arbeitsuchend" beschreiben, beweisen Sie sich als engagiert und tatkräftig.
Bildnachweis: racorn / 123RF (ID: 55486301)