Lebenslauf.de
Deinen eigenen
Lebenslauf erstellen
Jetzt starten »
100% kostenlos11 Templatesfrei konfigurieren

Umfang und Struktur vom idealen Lebenslauf

Bewerberin überprüft welche Angaben und Dokumente wichtig sind und welche nicht

Der Lebenslauf ist das Kernelement jeder Bewerbung und stellt unter anderem eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung der Personalverantwortlichen dar. Aus diesem Grund neigen manche Kandidaten dazu, den Lebenslauf mit detailreichen Ausführungen zu füllen. Wer mehr schreiben, mehr zu einem Thema sagen kann, sticht doch letztendlich aus der Menge hervor, oder etwa nicht? Bei einem Lebenslauf verhält es sich genau andersherum, überflüssige Inhalte werden von potentiellen Arbeitgeber nicht gern gesehen.

Tendenziell umfangreicher bei mehr Erfahrung

Grundlage des Umfangs ist in erster Linie der persönliche Werdegang. Ein vierzigjähriger, der nach seinem Abitur sowie Hochschulstudium eine Vielzahl von verschiedenen Positionen ausgeübt hat und einen Jobwechsel anstrebt, wird mehr über sein Leben zu berichten haben als ein frischer Schulabgänger, der sich erstmalig um einen Ausbildungsplatz bemüht.

Zwei Seiten möglichst nicht überschreiten

Warum sollte ich mich kurz halten?

Damit der Curriculum Vitae seinen Sinn und Zweck, nämlich einen prägnanten und aussagekräftigen Überblick über die berufliche Entwicklung, Ausbildungsdaten sowie die individuellen Personendaten zu geben, nicht verfehlt, sollte der maximale Umfang keineswegs überschritten werden. Im Vordergrund steht beim Lebenslauf eine gut formulierte und klare Struktur. Der übersichtliche Aufbau sowie der gute Lesefluss sollten unbedingt garantiert werden. Nichtsdestotrotz liegt der maximale Umfang des persönlichen Werdegangs bei zwei DIN A4 Seiten.

Kann ich einfach die Schriftgröße verkleinern?

Die Schriftgröße sollte keineswegs unter 10 Pkt. liegen, damit die Informationen nicht zu klein präsentiert werden. In der Regel wird sich der Personalverantwortliche nicht zu viel Zeit für den jeweiligen Lebenslauf nehmen. Kann er die Informationen aufgrund der zu klein gewählten Schrift nicht ohne Mühen zur Kenntnis nehmen, wird er sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort dem nächsten Kandidaten widmen. Generell reicht der Umfang von zwei DIN A4 Seiten auch aus, um die wesentlichen Stationen im Leben zusammenzufassen. Wäre der Umfang demgegenüber nicht beschränkt, würden viele Bewerber dazu neigen, unnötige Daten zu erwähnen.

Übersichtlichkeit durch die richtige Struktur

Entscheidend ist daher, dass die wichtigen Dinge mit einer durchgehenden Struktur niedergeschrieben werden. Dazu zählt beispielsweise der chronologische Aufbau. Der ideale Lebenslauf braucht keine ausschweifenden Informationen, weil er sich durch die Lektüre von selbst erklärt. Besonders relevante Lebensabschnitte können durch eine gewählte Fettschreibung unterstrichen werden. Die Fakten sollten plakativ erwähnt werden, wobei sie durch Erläuterungen ergänzt werden können. Dementsprechend sollten Stichpunkte die Inhalte der einzelnen Station zusammengefasst wiedergeben.

Hierbei sollte der Bewerber jedoch darauf achten, dass er sich auf das Wesentliche konzentriert. Langwierige Ausführungen zu Tätigkeiten, die mit der ausgeschriebenen Position nichts gemeinsam haben, überzeugen den potentiellen Arbeitgeber in der Regel nicht. Ist der Inhalt jedoch klar auf die Position zugeschnitten, werden folglich die Fakten im Werdegang besonders hervorgehoben, die für die Position wichtig sind, wird der Lebenslauf den maximalen Umfang kaum überschreiten. Manche Personaler gestehen Akademikerinnen eine Ausnahme ein. Hier darf der Lebenslauf einen Umfang von drei DIN A4 Seiten haben. Idealerweise orientiert er sich aber an dem gängigen Umfang. Wer hingegen die Schule gerade erst beendet hat, folglich noch keinen umfangreichen Werdegang vorzuweisen hat, kann sich selbstverständlich auch kürzer fassen, ohne das mögliche Interesse des Personalverantwortlichen zu verlieren.

Häufige Fragen zur idealen Länge

  1. Wie lang darf mein Lebenslauf sein?

    Die Länge des Lebenslaufs variiert stark je nach Beschäftigungsfeld. Im akademischen Bereich kann der Lebenslauf schnell recht lang werden und es lohnt sich dort ab einer gewissen Länge (ab ca. mehr als drei Seiten), eine getrennte Publikationsliste anzufügen und nach akademischen und beruflichen Aspekten zu unterscheiden, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. In anderen Betätigungsfeldern liegt oftmals die Würze in der Kürze, sodass eine Seite ausreichend ist, wenn keine wichtigen Schritte im Werdegang fehlen. Da Personaler und Arbeitgeber meist viele Bewerbungen lesen müssen, gilt die Regel: So ausführlich wie nötig, aber auch so kurz wie möglich.

  2. Darf der Lebenslauf länger als eine Seite sein?

    Ja, der Lebenslauf darf länger als eine Seite sein. Wichtig ist, dass der Lebenslauf übersichtlich ist und der Leser sich schnell orientieren kann. Deshalb lohnt es manchmal, Meilensteine im eigenen Werdegang (Schulabschluss, Hochschulabschluss, Abschluss der Lehre etc.) hervorzuheben, wenn der Lebenslauf recht lang und ausführlich ist.

  3. Darf mein Lebenslauf drei Seiten haben?

    Auch drei Seiten sind legitim, wenn alles Erwähnte wirklich für den Beruf relevant ist und die Übersichtlichkeit nicht darunter leidet.

  4. Wann sollte ich Seitenzahlen angeben?

    Sobald der Lebenslauf mehr als eine Seite umfasst, sollte man Seitenzahlen angeben, damit man den Überblick behält, auch wenn die Seiten mal durcheinandergeraten.

  5. Welche Schriftgröße?

    Die Schriftgröße variiert sehr. Wenn man am Anfang seiner Laufbahn steht, darf die Schriftgröße durchaus ein bisschen größer ausfallen. Je weiter man fortschreitet, desto kleiner wird sie, aber auf Kosten der Lesbarkeit sollte sie nie gehen. Der Lebenslauf sollte zum Layout der restlichen Unterlagen (besonders des Anschreibens) passen.

    1. Was ist ein tabellarischer Lebenslauf?

      Ein tabellarischer Lebenslauf stellt übersichtlich und meist in Stichpunkten den bisherigen Werdegang dar. Dabei wird meist unterschieden zwischen persönlichen Daten (Anschrift und Kontaktdaten), Ausbildung und bisherigen Berufserfahrung. Auch Preise, Auszeichnungen, Auslandsaufenthalte etc. gehören in diese Aufstellung. Wenn sie nicht in die obigen Kategorien passen, werden sie unter einem separaten Punkt aufgeführt. Ein tabellarischer Lebenslauf ist chronologisch geordnet – entweder vom Aktuellen zum Vergangenen oder umgekehrt. Ein solcher Lebenslauf stellt keinen Sinnzusammenhang zwischen den einzelnen Punkten dar, sondern gibt einen möglichst objektiven Überblick über den eigenen Werdegang und ist auf Übersichtlichkeit angelegt.

    2. Was ist ein ausführlicher Lebenslauf (in Aufsatzform)?

      Ein ausführlicher Lebenslauf, meist in Aufsatzform, gibt dem Bewerber die Möglichkeit, seinen Werdegang in eigene Worte zu kleiden und so die Punkte in der eigenen Karriere hervorzuheben, die ihn besonders für die Stelle qualifizieren. Ein Lebenslauf in Aufsatzform sorgt dafür, dass man als Bewerber zwischen den einzelnen Stationen in seinem Leben einen Sinnzusammenhang etablieren kann und so seine eigene Geschichte regelrecht schreiben kann. Ein ausführlicher Lebenslauf sollte frei von Rechtschreib-, Zeichensetzungsfehlern und grammatischen Fehlern sein. Zugleich sollten die Formulierungen gut gewählt werden. Der Aufsatz sollte sich ebenfalls grob an der eigenen Chronologie orientieren.

    3. Welche Anlagen zum Lebenslauf? Zeugnisse?

      Zum Lebenslauf gehören Zeugnisse und sonstige Belege der wichtigsten Stationen, bei denen man Nachweise erwarten kann. Auch bei Preise oder Auszeichnungen gehören Urkunden zu den Anlagen. Diese sollten bereits unten auf dem Anschreiben erwähnt werden.

Bildnachweis: racorn / 123RF (ID: 47092275)