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Kenntnisse & Fähigkeiten im Lebenslauf

Junger Manager bei einer Präsentation, sichtlich stolz auf seine Fähigkeiten

In der Rubrik „Kenntnisse & Fähigkeiten“ haben Sie Platz für weitere fachliche Angaben und für stellenrelevante Qualifikationen, die Sie sich unabhängig von einer einzelnen beruflichen Station angeeignet haben. Diese Themen sind nicht auf die Vergangenheit beschränkt, sondern haben einen Bezug zur Gegenwart und zur potentiellen Stelle. Zu diesen Themen gehören vor allem IT-Kenntnisse, Sprachkenntnisse und Weiterbildungen. Je nach persönlicher Situation tätigen Sie in dieser Rubrik auch Angaben zu ehrenamtlichen Engagements, Vereinstätigkeiten oder zu Hobbys und Interessen, wenn Sie damit Ihre Eignung untermauern oder die Darstellung Ihrer Persönlichkeit unterstreichen können.

Typische Darstellung im Lebenslauf

Hinsichtlich der darzustellenden Informationen in der Rubrik „Kenntnisse & Fähigkeiten“ besitzen Sie einen großen Gestaltungsspielraum. Deshalb kann sich beispielsweise die optische Anordnung der Inhalte von Lebenslauf zu Lebenslauf stark unterscheiden. Grundsätzlich erfolgt die Darstellung der Informationen in der Rubrik „Kenntnisse & Fähigkeiten“ aber auch wieder in zwei Spalten. In der linken Spalte wird das Thema des Lebenseintrags genannt, währenddessen in der rechten Spalte dann eine nähere Erläuterung erfolgt.

Sprachkenntnisse

Besonders wichtig ist es, dass Sie Ihren jeweiligen Kenntnisstand bei den IT- und Sprachkenntnissen realistisch einschätzen und angeben. Denn wenn Sie einfach nur über Englisch- oder Word-Kenntnisse schreiben, dann kann der Personaler nicht erkennen, wie gut Ihre jeweiligen Kenntnisse tatsächlich sind. Bei der Einschätzung Ihres jeweiligen Sprachniveaus richten Sie sich am besten nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen, der sechs Kompetenzstufen unterscheidet.

  1. Warum sind Sprachkenntnisse im Lebenslauf so wichtig?

    Sprachkenntnisse geben entscheidenden Aufschluss über das Profil des Bewerbers.

    Im Allgemeinen werden neben der Muttersprache, Kenntnisse im Englischen erwartet. Angegeben sollten sie in jedem Fall werden. Sie ermöglichen dem Personaler, die Wertigkeit und den Einsatz des Bewerbers besser einschätzen zu können. In den meisten Firmen ist englisch von Vorteil, da sich der Alltag generell immer internationaler gestaltet.

    Sprachkenntnisse gehören zu den Skills, die Auskunft über wesentliche Fähigkeiten eines Bewerbers geben. Wer mehrere Sprachen beherrscht, verfügt in der Regel über eine rasche Auffassungsgabe, sehr gute Lernfähigkeiten, hat im günstigsten Fall Auslandsaufenthalte absolviert, sich dort erfolgreich bewährt und entsprechende soziokulturelle Erfahrungen erworben. Es ist davon auszugehen, dass der Bewerber sich mit Anforderungen im Tagesgeschäft selbständig auseinandersetzen kann und zügig zu kompatiblen Lösungen findet.

    Wenn Sie sich im handwerklichen Bereich bewerben, werden Fremdsprachen eher nachrangig bewertet.

  2. Wie die Sprachkenntnisse in den Lebenslauf schreiben?

    Sprachkenntnisse werden im Lebenslauf unter Angabe des Sprachniveaus bzw. des Levels der jeweiligen Fremdsprachenkenntnisse und gegebenenfalls mit den entsprechenden Zertifikaten, wie dem TOEFL-Test, nachgewiesen. Sind Sprachkenntnisse für den Job relevant, wie zum Beispiel bei einer Fremdsprachenkorrespondentin, so legen Sie eine gesonderte Rubrik an. Zeichnet es Sie eher aus, ist aber nicht maßgeblich, gliedern Sie die Sprachkenntnisse unter "Fähigkeiten und Kenntnisse" ein. Genannt wird die Sprache, das Sprachniveau wird in Klammer dahinter gesetzt. Der Standard sind folgende Einschätzungen:

    - Muttersprache
    - Verhandlungssicher (sehr gut)
    - Fließend
    - Gut
    - Schul- bzw. Grundkenntnisse

    Schulnoten werden nicht erwähnt.

  3. Latein als Sprache im Lebenslauf angeben?

    Gute Kenntnisse im Lateinischen verweisen auf eine überdurchschnittliche, solide Bildung, logisches Denkvermögen, die Fähigkeit zur Analyse und zum Präzisieren sowie auf Stil.

  4. Darf man eine Fremdsprache als Muttersprache bezeichnen?

    Wer bilingual aufgewachsen ist, kann und sollte beide Sprachen als Muttersprachen angeben (der Begriff "Vatersprache" ist unüblich); bei allen weiteren Sprachen sollte man davon absehen, kann jedoch darauf verweisen, dass die Fremdsprache auf dem Niveau der Muttersprache beherrscht wird.

  5. Schulnote in Lebenslauf schreiben?

    Bei einer Bewerbung als Schüler um ein Stipendium oder einen Auslandsaufenthalt macht es Sinn, die Sprachkenntnisse deutlich zu betonen und herauszustreichen: Die positive Note wird dann in Klammern hinter die entsprechende Sprache gesetzt. Ansonsten werden generell in Lebensläufen die Schulnoten nicht erwähnt, sondern gängige Klassifizierungen genutzt.

  6. Auch Fremdsprachen angeben, die man mal gelernt hat, aber nicht mehr kann?

    Unzureichende Kenntnisse und Defizite gehören nicht in einen Lebenslauf.

    Ein Lebenslauf und eine Bewerbung sollen die positiven Seiten der Persönlichkeit präsentieren. Daher ist es nicht sinnvoll, Sprachen oder Kenntnisse explizit zu erwähnen, über die man nicht oder nicht mehr verfügt.

IT-Kenntnisse

Bei den IT-Kenntnissen gibt es keine einheitliche Klassifizierung. Allerdings hat es sich bewährt, mindestens vier Kompetenzstufen zu unterscheiden: Grundkenntnisse, gute Kenntnisse, sehr gute Kenntnisse, Experten-Kenntnisse. Die Schwierigkeit besteht nun darin, dass Sie sich erst mal realistisch selbst einschätzen müssen. Überlegen Sie daher auch immer, mit welchen Angaben (Zertifikate) Sie Ihre Selbsteinschätzung untermauern können.

  1. Warum Computerkenntnisse im Lebenslauf angeben? Warum sind so wichtig?

    Computerkenntnisse sind essentiell, da sie in der Regel die Basis der Kommunikation und die Grundlage für die meisten Tätigkeiten in modernen Unternehmen bilden.

    Egal in welcher Branche Sie nach einem Job suchen, überall werden heute zumindest Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC erwartet. Sämtliche Prozesse und Arbeitsabläufe sind in den meisten Firmen digitalisiert. Das beginnt bei der betriebsinternen Kommunikation über bestimmte Programme und umfasst u. a. Dienstpläne, Arbeitszeiterfassung, Urlaubsplanungen etc.

    Jeder Bürojob, jeder Job im Vertrieb oder Verkauf sowie im Dienstleistungsbereich allgemein ist ohne Computerkenntnisse kaum denkbar. Ein sicherer Umgang mit dem PC wird daher vorausgesetzt. Eine schnelle Einarbeitung in gängige Systeme muss gewährleistet sein. Word und Excel sollten zumindest beherrscht werden.

    Hinweise im Lebenslauf geben dem Personaler Aufschluss über den Kenntnisstand und die Eignung. Er muss sicherstellen, dass der Bewerber sich rasch einarbeiten lässt und den Anforderungen der Position technisch gewachsen ist.

  2. PC-, Computer-, EDV- oder IT-Kenntnisse - was ist der richtige Begriff?

    PC- und Computer-Kenntnisse umfassen den allgemeinen Gebrauch des Personal Computers.

    EDV, Elektronische Datenverarbeitung, wird als Sammelbegriff für die Bearbeitung und Erfassung von Daten genutzt.

    Mit IT-Kenntnissen sind eher Programmierfähigkeiten wie Programmiersprachen und Entwicklerskills, gemeint.

  3. Wie gibt man EDV-Kenntnisse im Lebenslauf an?

    Am besten in einer hervorgehobenen Extrarubrik, denn EDV-Kenntnisse sind für Personaler meist von hoher Priorität. Bei Bewerbungen für Jobs ohne Anforderungen auf diesem Gebiet ist es ausreichend, wenn Sie EDV-Kenntnisse in der Rubrik "Fähigkeiten und Kenntnisse" erfassen.

    Verstecken Sie Ihre Fähigkeiten nicht, sondern heben Sie sie bewusst hervor. Bleiben Sie bei der Darstellung präzise und erfassen Sie Ihre Kenntnisse übersichtlich. Werden in der Stellenbeschreibung bestimmte Fähigkeiten gefordert, und verfügen Sie über diese, so sollten sie auch herausgestellt werden.

    Eine offizielle Klassifikation für PC-Kenntnisse gibt es bisher nicht. Man kann jedoch mit den gängigen Grundeinschätzungen operieren: Grundkenntnisse, geübt, herausragende Kenntnisse. Wenn Zertifikate für Programmiersprachen oder bestimmte Anwendungen vorliegen, ist es sinnvoll auf diese zu verweisen.

  4. Welche EDV-Kenntnisse im Lebenslauf angeben?

    Die Ausführlichkeit richtet sich nach der Stelle, auf die Sie sich bewerben.

    Bei einer Bewerbung im Bereich der Bürokommunikation gehen Sie ausführlich auf alle wesentlichen Punkte, wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramme und Bildbearbeitung, ein und geben auch die wichtigsten Anwendungen, die Sie beherrschen, auch von unterschiedlichen Herstellern, an.

    Im IT-Bereich werden Programmiersprachen und spezielle Kenntnisse einen großen Raum einnehmen. Sie sollten so gefasst sein, dass auch Personaler, die nicht direkt aus der IT kommen, ein Bild von Ihrer Kompetenz erhalten.

Weiterbildungen

Absolvierte Weiterbildungen zeigen, dass Sie sich fachlich stets auf dem neuesten Stand halten. Daher ist die Angabe von relevanten Weiterbildungen in dieser Rubrik so wichtig. Neben der Weiterbildungsart geben Sie auch den Zeitraum bzw. den Abschlusszeitpunkt, den Abschluss und den Bildungsträger an. Bei sehr umfangreichen Weiterbildungen, die eine hohe Relevanz für die angestrebte Stelle haben, machen Sie auch noch zusätzliche Angaben zu den Weiterbildungsinhalten.

Führerscheine

  1. Soll ich meinen Führerschein im Lebenslauf erwähnen?

    Der Führerschein sollte im Lebenslauf erwähnt werden, wenn er in der Ausschreibung als Voraussetzung erwähnt wird oder für den angestrebten Job als vorteilhaft anzusehen ist.

    Darüber hinaus sollten Menschen, die sich auf eine Ausbildungsstelle bewerben den Besitz des Führerscheins angeben, da er die Flexibilität des jungen Menschen belegt.

    Berufserfahrene Arbeitgeber können auf die Angabe des Führerscheins jedoch verzichten, wenn sich dadurch keine relevanten Vorteile bezüglich der Berufsausübung ergeben.

  2. Wo und wann spezielle Führerscheine aufführen? LKW, Gabelstabler...

    Besondere Führerscheine – beispielsweise ein LKW-, Gabelstapler- oder Personenbeförderungsschein – sollten nur erwähnt werden, wenn sie für den Job benötigt werden oder einen relevanten Vorteil darstellen. Andernfalls ist der Besitz dieser Führerscheine für den künftigen Arbeitgeber schlicht irrelevant.

Bildnachweis: racorn / 123RF (ID: 27688297)